Saarland verzeichnet bundesweit die meisten Unwetterschäden
Das Saarland traf es 2025 mit voller Wucht: Kein anderes Bundesland zählte laut dem Verband GDV so viele Unwetterschäden pro Vertrag. Die Versicherer fordern angesichts des Klimawandels mehr Vorsorge.
Unwetter sorgte 2025 im Saarland für rund 13.000 Versicherungsschäden. (Symbolbild)Alexander Wolf/onw-images/dpa
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Das Saarland ist im vergangenen Jahr bundesweit am stärksten von Sturm- und Hagelschäden getroffen worden. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin mitteilte, kamen 2025 im kleinsten Flächenland auf 1.000 versicherte Verträge 20,4 Schäden. Das ist exakt doppelt so viel wie der Bundesdurchschnitt.
Insgesamt registrierten die Versicherungsunternehmen im Saarland rund 13.000 entsprechende Schadensfälle. Den zweithöchsten Wert verzeichnete Brandenburg mit 16,0 Schäden je 1.000 Verträge. In Bayern ist die Quote den Angaben zufolge mit 3,7 Schäden am kleinsten. Die Schadenshäufigkeit im Saarland war damit mehr als fünfmal so hoch.
Bei Versicherungsschutz gegen Elementargefahren verzeichnet das Saarland bundesweit die größten Zuwächse: Seit 2013 vervierfachte sich der Anteil der abgesicherten Wohngebäude nach Verbandsangaben von 14 auf 56 Prozent. Damit liegt das Land weiterhin knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 59 Prozent.
GDV: Schäden könnten sich künftig verdoppeln
Angesichts der langfristig zunehmenden Wetterextreme mahnte der Branchenverband zu deutlich mehr Vorsorge. „Wir Versicherer gehen davon aus, dass sich die Schäden infolge des Klimawandels bis 2050 mindestens verdoppeln können“, sagte die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.
Um Schäden künftig einzudämmen, fordert der GDV gesetzliche Vorgaben für risikobewusstes Planen, darunter einen Baustopp in Überschwemmungsgebieten, die gezielte Entsiegelung von Flächen sowie eine Klima-Gefährdungsbeurteilung bei Baugenehmigungen. Zudem schlägt der Verband eine flächendeckende Schadendeckung auf freiwilliger Basis mit Widerspruchsmöglichkeit vor.