Saarland hilft bei Anwerbung von ausländischen Pflegekräften
Der Personalmangel in der Pflege ist groß. Wie die Landesregierung ambulanten Diensten und Pflegeeinrichtungen helfen will.
Das Saarland unterstützt ambulante Dienste und Einrichtungen künftig bei der Anwerbung von Pflegekräften im Ausland. (Symbolbild)Marijan Murat/dpa/dpa-tmn
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Das saarländische Gesundheitsministerium fördert erstmals die Anwerbung ausländischer Pflegepersonen für Einrichtungen der Langzeitpflege und ambulanter Dienste. Die Förderung soll maximal 50 Prozent der Kosten bis zu 6.000 Euro pro Anwerbung betragen, teilte das Ministerium mit. Damit werde dem akuten Personalmangel in der Pflege entgegengewirkt.
Während etliche Kliniken im Saarland bereits internationale Pflegepersonen angeworben hätten, sei der Prozess für Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste teuer und kompliziert. „Kleinere, oft inhabergeführte ambulante Dienste, aber auch kleinere Pflegeeinrichtungen können die zu erwartenden 10.000 bis 15.000 Euro in der Regel nicht finanzieren“, hieß es.
Hinzu komme, dass für sie die Suche nach Pflegepersonen im Ausland grundsätzlich schwierig sei. Vor diesem Hintergrund sei nun die Förderrichtlinie über die Gewährung von Zuschüssen des Saarlandes zur Förderung der Anwerbung internationaler Pflegepersonen entwickelt worden.