Saarbahn stoppt S1 bis Montag wegen GDL-Streiks
Der Tarifkonflikt bei der Saarbahn bremst erneut Fahrgäste aus. Das Unternehmen begründet das mit der Taktik der Gewerkschaft GDL.
Der Tarifkonflikt bei der Saarbahn zieht sich weiter in die Länge. (Archivbild)Oliver Dietze/dpa
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Der Tarifstreit bei der Saarbahn bringt weitere Einschränkungen für Fahrgäste mit sich. Die Saarbahn stellt wegen erneut angekündigter Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Betrieb der S1 ab sofort bis Montagmorgen 3.00 Uhr ein, wie das Unternehmen mitteilte. Ab Montagmorgen werde die S1, die von Lebach über die Saarbrücker Innenstadt bis ins französische Sarreguemines (Saargemünd) und zurück fährt, nach einem „streikunabhängigen Ersatzkonzept“ verkehren.
Ausschlaggebend für die Entscheidung sei neben dem laufenden Streik, dass die GDL Drohungen zu Arbeitsniederlegungen wiederholt kurzfristig umgeworfen habe, teils mit Vorlauffristen von nur drei Minuten, erklärte der Geschäftsführer der Saarbahn GmbH, Karsten Nagel. Dies lasse „einen verlässlichen und planbaren Betriebsablauf nicht zu“. Der Saarbahn gehe es um Klarheit für die Fahrgäste.
In dem Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft für die TramTrain-Fahrer einen eigenen Tarifvertrag. Saarbahn und der kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV) lehnen das ab und wollen die Tarifpartnerschaft mit der GDL nicht fortsetzen.