SPD rückt bis auf einen Prozentpunkt an CDU ran
Die SPD hat in den vergangenen Umfragen aufgeholt. Noch führt die CDU, doch jetzt trennt die Parteien nur noch ein Prozentpunkt. Und das nicht mal vier Wochen vor der Wahl.
Es deutet sich ein enges Rennen bei der Landtagswahl an. (Symbolbild)Andreas Arnold/dpa
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Rund einen Monat vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich in einer Umfrage ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der oppositionellen CDU und der regierenden SPD ab. Die CDU liegt noch mit einem Prozentpunkt vor der SPD, wie aus einer Befragung des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des SWR-Politikmagazins „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ hervorgeht.
Demnach verliert die CDU im Vergleich zum Januar einen Prozentpunkt und kommt auf 28 Prozent. Die SPD um Ministerpräsident Alexander Schweitzer gewinnt hingegen einen Prozentpunkt und kommt auf 27 Prozent.
Die AfD gewinnt ebenfalls einen Prozentpunkt und liegt bei 19 Prozent, die Grünen bei 9 Prozent. Laut Umfrage würden sowohl die Freien Wähler als auch die Linken mit 5 Prozent die Chance auf einen Einzug in den Landtag haben. Alle übrigen Parteien erhielten zusammen 7 Prozent, darunter auch die FDP und das BSW.
Geteiltes Urteil für Ampel-Koalition
Die Daten basieren laut SWR auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung vom 19. bis 24. Februar, die Infratest dimap unter 1.158 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern durchführte.
Der Landtag wird am 22. März gewählt. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet - unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.
In der aktuellen Infratest Dimap-Umfrage erhielt die Arbeit der aktuellen Ampel-Koalition in Mainz aus SPD, Grünen und FDP ein geteiltes Echo. 44 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer zeigten sich - wie schon in der Januar-Umfrage - zufrieden mit der Regierungsleistung, 50 Prozent unzufrieden.
Direktwahl: Schweitzer deutlich vor Schnieder
Weniger als vier Wochen vor der Wahl sprechen sich mehr Menschen für eine von der SPD geführte Koalitionsregierung (35 Prozent) als für eine von der CDU geführte Koalitionsregierung (30 Prozent) aus. 19 Prozent wünschen sich, dass eine Koalitionsregierung von der AfD geführt wird.
Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten liegt der Ministerpräsident deutlich vorn. Dürfte der Ministerpräsident direkt gewählt werden, würden sich 34 Prozent für Alexander Schweitzer entscheiden, heißt es. Für CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder würden sich hingegen nur 17 Prozent entscheiden, für den AfD-Kandidaten Jan Bollinger 7 Prozent.