dpa

SPD, Grüne, Linke und BSW wollen Gespräche fortsetzen

Ein überparteilicher Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt? SPD, Grüne, Linke und BSW loten ungewöhnliche Wege aus. Doch ohne die CDU gibt es keine Mehrheit.

29.09.2026

Hier haben SPD, Grüne, Linke und BSW zusammen verhandelt.Peter Gercke/dpa

Hier haben SPD, Grüne, Linke und BSW zusammen verhandelt.Peter Gercke/dpa

© Peter Gercke/dpa

Nach einem ersten Austausch zur Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt wollen SPD, Grüne, Linke und BSW die Gespräche in Magdeburg fortsetzen. Dabei geht es etwa um die Frage, ob es einen überparteilichen Ministerpräsidenten geben könnte, wie Vertreter der vier Parteien nach der ersten Sitzung deutlich machten. Die Gespräche sollen nach der konstituierenden Sitzung des Landtags, die am 6. Oktober stattfindet, fortgesetzt werden.

Eine Mehrheit im Magdeburger Parlament haben die vier Fraktionen nicht, diese gäbe es nur zusammen mit der CDU. Die Christdemokraten hatten die Einladung der SPD zuvor jedoch abgelehnt, sie sehen sich in der Opposition.

Die AfD führt derzeit Gespräche mit dem BSW zur Regierungsbildung. Das BSW schließt eine Koalition aus. Es geht um Inhalte, die eine AfD-geführte Minderheitsregierung umsetzen müsste. Ergebnisse gibt es drei Wochen nach der Landtagswahl bisher nicht.

Bei der Wahl am 6. September war die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund mit 43,8 Prozent stärkste Kraft vor der CDU mit 17,2 Prozent geworden. Die AfD stellt im Parlament 39 Abgeordnete. CDU, Linke, Grüne und SPD kommen zusammen ebenfalls auf 39 Sitze, das BSW ist mit 5 Abgeordneten vertreten. Für eine Mehrheit im Parlament braucht es 42 Stimmen.