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SED-Opferbeauftragter: „Soundtrack für antiliberale Haltung“

Der Kabarettist Uwe Steimle stimmte bei einer AfD-Veranstaltung die DDR-Hymne an. Opferbeauftragter Peter Wurschi sieht eine Verharmlosung der SED-Diktatur. Der Auftritt überraschte ihn aber nicht.

16.07.2026

Peter Wurschi ist der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. (Archivbild) Heiko Rebsch/dpa

Peter Wurschi ist der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. (Archivbild) Heiko Rebsch/dpa

© Heiko Rebsch/dpa

Thüringens Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Peter Wurschi, wirft dem Kabarettisten Uwe Steimle und der AfD eine Verharmlosung von Diktaturen vor. Es überrasche nicht, dass bei der AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt die DDR-Hymne gesungen wurde, „wenn man die Entwicklung Uwe Steimles und die ideologische Ausrichtung der AfD betrachtet“, sagte Wurschi der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. „Sie eint ein Geschichtsrevisionismus, der die NS-Diktatur genauso wie die SED-Diktatur verharmlost“, so Wurschi. Für die tatsächlichen Opfer sei diese Verharmlosung der SED-Diktatur eine Zumutung. 

Wurschi kritisierte auch Steimles Aussagen über Friedrich Merz und Angela Merkel (beide CDU). Dies seien nur oberflächlich als Satire verhüllte Gewaltfantasien. „Die DDR Hymne dient dann nur noch als verbindender Soundtrack für eine ostalgische und antiliberale Grundhaltung.“