dpa

SC Freiburg startet Vorbereitung - Atubolu im Einzeltraining

Neue Gesichter bei hohen Temperaturen - und reichlich Sonnencreme: Der SC Freiburg startet die Sommer-Vorbereitung. Beim Trainingsauftakt hilft ein Neuzugang als Übersetzer.

12.07.2026

Die Entscheidung naht: Wohin zieht es Johan Manzambi? (Archivbild)Peter Klaunzer/Keystone/dpa

Die Entscheidung naht: Wohin zieht es Johan Manzambi? (Archivbild)Peter Klaunzer/Keystone/dpa

© Peter Klaunzer/Keystone/dpa

Mit den Neuzugängen Mio Backhaus und Rihito Yamamoto ist der SC Freiburg in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Bei hochsommerlichen Temperaturen posierten neben Torhüter Backhaus (Werder Bremen) und dem japanischen Mittelfeldspieler Yamamoto (St. Truiden) auch Leihrückkehrer Berkay Yilmaz (1. FC Nürnberg) sowie die aus der U23 aufgerückten Karl Steinmann und Rouven Tarnutzer zusammen mit Trainer Julian Schuster für das obligatorische Foto.

Atubolu trainiert individuell

Bei den rund 3.000 Fans waren im Europa-Park-Stadion Regenschirme als Sonnenschutz sowie Fächer und Wasser gefragt. Dazu gab’s Sonnencreme für die Fans in den ersten Reihen auf der Haupttribüne. Bei der einstündigen leichten Auftakteinheit war die bisherige Nummer eins, Noah Atubolu, nicht dabei. Der wechselwillige Keeper hat allerdings noch keinen neuen Verein gefunden. 

Daran könnte sich nach Einschätzung von SC-Sportvorstand Jochen Saier schon bald etwas ändern. „Er ist in Gesprächen mit Vereinen, und ich bin überzeugt, dass er für sich einen sehr guten Schritt gehen wird, und wir gut auseinandergehen“, sagte Saier. Als Ersatz hatten die Freiburger bereits vor Wochen U21-Nationaltorwart Backhaus verpflichtet. 

„Er war unser Wunschtransfer auf dieser Position“, erklärte Saier. Gegenüber den Ersatzkeepern Florian Müller und Jannik Huth habe er „die Nase vorn, aber er muss es bestätigen und Leistung bringen.“

Trainierte separat: Noah Atubolu. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

Trainierte separat: Noah Atubolu. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Backhaus auch neben dem Rasen gefordert

Ein kleiner Zusatzjob wartet aber auch noch auf den Halb-Japaner Backhaus, und zwar als Übersetzer. Nach Yuito Suzuki hat der Sport-Club auch noch die Japaner Keisuke Goto (zuletzt an St. Truiden ausgeliehen) und Yamamoto verpflichtet. 

„Wir haben in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit Ritsu Doan und Yuito gemacht“, sagte Trainer Schuster. „Und die landestypischen Charakterzüge passen sehr gut zu uns: Sie haben eine hohe Disziplin und sind sehr höfliche Menschen - das sind Werte, die wir für sehr wichtig halten.“ 

Yamamoto war beim ersten Training dabei, die WM-Teilnehmer Goto und Suzuki werden erst am 20. Juli einsteigen. Igor Matanovic (Kroatien) und Philipp Lienhart (Österreich) folgen am 25. Juli, wenn der Sport-Club bereits im Trainingslager in Schruns (Österreich) ist.

Was wird aus Manzambi?

Der zuletzt mit der Schweiz ausgeschiedene Johan Manzambi kommt hingegen vielleicht nur noch für einen Abschied zurück nach Freiburg. Für ihn soll es aus England Angebote geben, die bei rund 60 Millionen Euro Ablöse liegen. „Er hat für uns eine besondere Saison gespielt, nicht selten den Unterschied ausgemacht, und bei der WM der Schweiz geholfen, einen guten Weg zu nehmen“, betonte Saier. Er geht davon aus, dass schon „in den nächsten Tagen“ etwas passieren wird.

Da wird es für die Freiburger übrigens früher auf den Platz gehen als bei der ersten Einheit, kündigte Schuster an. Wegen der weiterhin hohen Temperaturen ist früheres Aufstehen gefragt, um lang genug trainieren zu können. Denn nach der erfolgreichen Vorsaison mit dem Europa-League-Finale gegen Aston Villa in Istanbul, dem Halbfinale im DFB-Pokal und der Qualifikation für die Conference-League-Playoffs will der SC-Coach „die Euphorie mitnehmen, und wir müssen uns dennoch wieder bewusst sein, was die Basis für unser Spiel ist und daran werden wir arbeiten.“