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S-Bahn im 10-Minuten-Takt soll Ausbau nach Elmshorn retten

Ein viergleisiger Ausbau zwischen Pinneberg und Elmshorn könnte eine Milliarde Euro kosten. Welche Zugvariante sich laut Gutachten rechnet – und was die Vorplanung jetzt in den Blick nimmt.

13.10.2026

Der Bahnhof Elmshorn soll zusätzliche Gleisanschlüsse erhalten. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

Der Bahnhof Elmshorn soll zusätzliche Gleisanschlüsse erhalten. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Nach dem Willen der schleswig-holsteinischen Landesregierung sollen künftig S-Bahnen im Zehn-Minuten-Takt zwischen Pinneberg und Elmshorn pendeln. Das sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel in Tornesch. Dort wurde ein neues Gutachten zum geplanten viergleisigen Ausbau der für Pendelnde wichtigen Bahnstrecke vorgestellt. Die Regionalbahnzüge von Elmshorn zum Hamburger Hauptbahnhof im 30-Minuten-Takt blieben bei einer S-Bahn-Lösung ebenso erhalten wie die Regionalexpress-Züge der Linien Hamburg-Flensburg/Kiel/Westerland, sagte Henckel.

Für den Ausbau der rund 15 Kilometer langen Bahnstrecke rechnet die Deutsche Bahn (DB) mit Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro. 

Mehr Sitzplätze

„Die S-Bahn wird auf jeden Fall auch zwei neue Stationen, Elmshorn-Süd und Pinneberg-Nord, bedienen und damit viele Fahrgäste näher an die Bahn bringen“, sagte Henckel. Mit einer S-Bahn kann nach Darstellung der Landesregierung die Sitzplatzkapazität auf der Strecke in der Hauptverkehrszeit um 60 Prozent steigen. Bei einer Regionalbahn-Variante seien dagegen nur 18 Prozent Sitzplätze mehr möglich. 

Der viergleisige Ausbau des Bahnhofs Elmshorn rechnet sich nur mit einer S-Bahn-Nutzung. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa

Der viergleisige Ausbau des Bahnhofs Elmshorn rechnet sich nur mit einer S-Bahn-Nutzung. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa

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Die S-Bahnen verbänden Elmshorn, Tornesch und Prisdorf umsteigefrei mit Eidelstedt, Altona (alt), Reeperbahn, Landungsbrücken, Jungfernstieg und Hamburg Hauptbahnhof. Durch den Zehn-Minuten-Takt könnten Fahrgäste ohne längere Wartezeiten schnell den nächsten Zug erreichen, sagte die Staatssekretärin. Schon heute nutzten mehr Fahrgäste aus Pinneberg die S-Bahn als die Regionalbahnzüge.

Offizielle Angaben zum Zeithorizont des Bahnprojekts gibt es bislang zwar nicht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird in Fachkreisen jedoch damit gerechnet, dass S-Bahnen auf der Strecke frühestens in zehn Jahren verkehren könnten.

Der DB-Konzernbevollmächtigte Martin Walden bezeichnete die Strecke Pinneberg-Elmshorn als wesentlichen Baustein für die Mobilität in Schleswig-Holstein sowie eine zentrale Verbindung nach Hamburg. Ziel sei es, den Nahverkehr nachhaltig zu stärken und zu verbessern. Im Störfall auf der bestehenden Hauptstrecke könnten Fern- und Güterverkehrszüge punktuell auf die neuen Nahverkehrsgleise ausweichen.