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Russische Sabotage? Prozess gegen Verdächtige ab Mitte März

Ein Agenten-Trio soll im russischen Auftrag Paketsendungen mit Brandsätzen vorbereitet haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, als Agenten gearbeitet zu haben. Nun ist die Justiz gefragt.

23.02.2026

Den Männern wird vorgeworfen, sich zur schweren Brandstiftung verabredet zu haben und als Agenten zu Sabotagezwecken gearbeitet zu haben. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa

Den Männern wird vorgeworfen, sich zur schweren Brandstiftung verabredet zu haben und als Agenten zu Sabotagezwecken gearbeitet zu haben. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Schon lange warnen Experten vor russischer Spionage und Sabotage. Nun soll ein Gericht in Stuttgart klären, ob sich drei Ukrainer als Agenten im Auftrag Russlands tatsächlich bereiterklärt haben, Anschläge auf den Gütertransport in Deutschland zu begehen. Nach den Anklageerhebungen will sich das Oberlandesgericht vom 17. März (9.15 Uhr) an mit dem Fall und den Vorwürfen befassen. 

Laut Anklage sollten die Männer im Alter von 22, 25 und 30 Jahren im Auftrag Russlands Pakete mit Spreng- oder Brandvorrichtungen versenden, die während des Transports in Deutschland oder auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine gezündet worden wären, wie die Bundesanwaltschaft ihnen vorwirft. Zunächst seien aber nur Pakete mit GPS-Trackern von Köln in Richtung Ukraine verschickt worden, um Versandrouten und Transportabläufe auszuforschen. 

Prozess im Hochsicherheits-Saal 

Den Männern wird vorgeworfen, sich zur schweren Brandstiftung verabredet zu haben und als Agenten zu Sabotagezwecken gearbeitet zu haben. Im Mai 2025 war das Trio in Köln, Konstanz und in der Schweiz festgenommen worden. Alle drei Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft.

Bislang sind bis Ende September mehr als 30 Verhandlungstage im stark gesicherten Prozessgebäude in Stammheim angesetzt.