Rund 15 Prozent bestehen Probeunterricht für Gymnasium
Ohne entsprechende Empfehlung aufs Gymnasium wechseln? Das erfordert in Berlin und Brandenburg einen besonderen Test. In der Hauptstadt scheitern viele Kinder. Im Nachbarland sieht es besser aus.
Rund 15 Prozent der eingeladenen Schülerinnen und Schüler haben den Probeunterricht am Gymnasium erfolgreich absolviert. (Symbolbild)Uli Deck/dpa
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Obwohl sie keine entsprechende Empfehlung bekommen haben, können in Brandenburg 79 Schülerinnen und Schüler ans Gymnasium wechseln. Wie das Bildungsministerium in Potsdam haben diese Kinder den Probeunterricht erfolgreich absolviert.
Das entspricht einer Quote von 15,4 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber, wie es hieß. An dem Probeunterricht haben sich demnach 515 Mädchen und Jungen beteiligt, eingeladen waren 673.
Deutlich geringere Quote in Berlin
Beim Probeunterricht in Berlin konnten dagegen nur 1,22 Prozent der Schülerinnen und Schüler ihre „gymnasiale Eignung“ nachweisen und erhielten eine entsprechende Empfehlung. Nach Angaben der Bildungsverwaltung in der Hauptstadt hatten 1.223 Mädchen und Jungen versucht, über die Teilnahme am Probeunterricht doch noch den Sprung zum Gymnasium zu schaffen.
Der Probeunterricht zeige, dass die Zulassungskriterien „in den absolut meisten Fällen eine Schullaufbahn in die richtige Richtung“ lenkten, erklärte Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU).
Zum Schuljahr 2026/27 sind laut Ministerium rund 20.000 Schülerinnen und Schüler im Übergang von der Grundschule an eine weiterführende Schule (Ü7-Verfahren). Von ihnen haben demnach 9.000 ein Gymnasium als Erstwunsch und 7.000 als Zweitwunsch angegeben. Überschneidungen sind dabei möglich.