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Run statt Rausch - Hunderte feiern bei Lauf-Rave

Tanzen, laufen und früh ins Bett: Beim ersten Run and Rave in Dresden feiern Läuferinnen und Läufer beim Sport. Solche Party-Formate haben einen besonderen Reiz.

17.07.2026

Feiern, laufen und vor Mitternacht im Bett - Die Musik stoppte beim Run and Rave um 22.00 Uhr.Katharina Kausche/dpa

Feiern, laufen und vor Mitternacht im Bett - Die Musik stoppte beim Run and Rave um 22.00 Uhr.Katharina Kausche/dpa

© Katharina Kausche/dpa

Knicklichter, eine riesige Box und tanzende Jogger: Beim ersten Run and Rave in Dresden haben am Donnerstag Hunderte Läufer miteinander gefeiert. Die klassische Partyszene sieht eigentlich anders aus - für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer liegt aber genau darin der Reiz.

„Man vereint wirklich dieses sportliche Gesunde mit etwas, was eher als ungesund verbunden wird“, sagt die Läuferin Lena Stegert. Und sie fühle sich gleichzeitig mit den Leuten verbundener, die sportliche Leistung stehe dabei nicht im Vordergrund. Mit ihr liefen noch etwa 400 weitere Jogger über das Dresdner Ostragehege - so viele, dass der Truck mit dem DJ-Pult stehen bleiben musste und Läufer abwechselnd eine große Musikbox schulterten.

Ist es out, die Nacht durchzutanzen?

Es sei einfach etwas Neues, sagt Organisator Leon Richter vom Social Sports Club Dresden. Und: „Bis in die Nacht feiern, da haben immer weniger Leute Lust drauf.“ Es sei nicht mehr cool, viel Alkohol zu trinken oder lange Party zu machen. „Niemand will mehr bis 5.00 Uhr wach bleiben“, so der 24-Jährige. Junge Menschen würden immer bewusster ausgehen und mehr auf einen gesunden Lifestyle achten. Feiern wollen viele aus seiner Sicht trotzdem - aber eben anders.

Das gilt auch für Amelie. Sie gehe zwar nachts ab und zu aus. „Aber eher, weil es halt so gang und gäbe ist und nicht weil es die gewollte Form vom Feiern ist“, sagt sie. In Australien gehe man dagegen gegen 18.00 Uhr feiern und sei um 1.00 Uhr nachts zu Hause. „Fände ich besser“, sagt sie. 

Nach dem Run and Rave konnten die Läufer sogar vor Mitternacht ins Bett fallen: Dort stoppte die Musik nach der knapp vier Kilometer langen Laufrunde um 22.00 Uhr.

Ob Partys ohne Alkohol oder Raves am frühen Morgen - Formate abseits der klassischen Partyszene gibt es immer wieder.Katharina Kausche/dpa

Ob Partys ohne Alkohol oder Raves am frühen Morgen - Formate abseits der klassischen Partyszene gibt es immer wieder.Katharina Kausche/dpa

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Alternative Partyformate

Nüchterne Raves am Morgen, Feiern beim Kaffee oder eben beim Laufen: In den vergangenen Jahren kamen immer mehr solcher alternativen Party-Formate auf. Teils laufen sie unter dem Namen „Soft Clubbing“ oder „Sober Partys“, also Feiern ohne Alkohol oder Drogen. Auch in Chemnitz und Leipzig gab es schon ähnliche Events.

Etwa 400 Läuferinnen und Läufer waren bei dem ersten Rave and Run dabei.Katharina Kausche/dpa

Etwa 400 Läuferinnen und Läufer waren bei dem ersten Rave and Run dabei.Katharina Kausche/dpa

© Katharina Kausche/dpa