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Rot für Eichhorn: Hertha verspielt letzte Aufstiegs-Chance

Rote Karte, Alu-Pech und viel Glück beim Elfmeter: Hertha kassiert den nächsten Rückschlag und kann den Bundesliga-Traum wohl endgültig abhaken.

19.04.2026

Fabian Reese brachte Hertha BSC in Braunschweig in Führung.Swen Pförtner/dpa

Fabian Reese brachte Hertha BSC in Braunschweig in Führung.Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Lange hielt sich Hertha BSC in der Schwebe zwischen leiser Aufstiegshoffnung und vergebener Chance. Jetzt hat der Berliner Fußball-Zweitligist wohl auch seine letzte Möglichkeit auf die Bundesliga verspielt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl musste sich bei Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig mit einem ernüchternden 1:1 (1:0) zufriedengeben und liegt nun sieben Punkte hinter Relegationsrang drei. Vier Saisonspiele stehen noch aus. 

Kapitän Fabian Reese (11.) hatte die Gäste in Führung gebracht. Nach einer Roten Karte für Jungstar Kennet Eichhorn (73.) kippte das Spiel endgültig und Max Marie glich nur fünf Minuten später für die Niedersachsen aus. 

Auf die Frage, ob das nun der endgültige Abschied für aus dem Aufstiegsrennen war, antwortete Reese bei Sky: „Ja, war der endgültige. Aus“. Sportdirektor Benjamin Weber erklärte, dass man im gesamten Saisonverlauf nie richtig herangekommen sei. „Für uns geht es jetzt einfach drum - was wir die ganzen Wochen gesagt haben - die Saison wirklich maximal gut noch zu beenden. Alles andere, die Frage stellt sich nicht.“

Schuler zweimal im Alu-Pech

Hertha war vor der Pause das gefährlichere Team. Nach einem Steckpass aus dem Mittelfeld tauchte Luca Schuler frei vor Ron-Thorben Hoffmann auf. Der Eintracht-Keeper konnte sich nur noch mit einem Foul helfen. Reese hatte nach seinem verschossenen Elfmeter Glück, dass Hoffmanns Abwehrversuch erneut vor seinen Füßen landete. Der Nachschuss war für den Hertha-Kapitän dann nur noch Formsache. 

Chancenlos beim Gegentor: Hertha-Keeper Tjark Ernst. Swen Pförtner/dpa

Chancenlos beim Gegentor: Hertha-Keeper Tjark Ernst. Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Nach dem Führungstreffer betrieben die Berliner Chancenwucher. Zunächst vergab Torschütze Reese (24./30.) zwei gute Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen. Dann klatschte Schulers Schuss (34.) nur an den Pfosten. Eintracht hatte zwar mehr Ballbesitzphasen, fand offensiv jedoch zu selten Lösungen.

Nach der Pause war Braunschweig dominanter und übernahm zunehmend die Spielkontrolle. Keeper Tjark Ernst reagierte mehrfach stark, um die Führung zunächst festzuhalten. Schuler (61.) traf aus rund 20 Metern erneut nur das Aluminium. Nach dem Platzverweis für Eichhorn kassierte der Hauptstadt-Club schließlich den verdienten Ausgleich.

Erhielt von Geschäftsführer Peter Görlich eine Jobgarantie: Hertha-Trainer Stefan Leitl. Swen Pförtner/dpa

Erhielt von Geschäftsführer Peter Görlich eine Jobgarantie: Hertha-Trainer Stefan Leitl. Swen Pförtner/dpa

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