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Rostocker Überseehafen meldet Umschlagrekord

Im dritten Jahr in Folge liegt der Güterumschlag im Überseehafen Rostock über 30 Millionen Tonnen. Zweistellig war der Zuwachs bei Schuttgütern wie Baustoffen, Düngemitteln, Kohle und Futtermitteln.

16.01.2026

Trailer werden im Rostocker Überseehafen verladen und verschifft. (Archivbild)Bernd Wüstneck/dpa

Trailer werden im Rostocker Überseehafen verladen und verschifft. (Archivbild)Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Der Rostocker Überseehafen bleibt trotz allgemeiner Konjunkturflaute auf Wachstumskurs. Im Vorjahr sei mit 31,3 Millionen Tonnen Fracht erneut ein Umschlagrekord erzielt und das Vorjahresergebnis um vier Prozent übertroffen worden, teilte Gernot Tesch, Geschäftsführer des Hafenbetreibers Rostock Port mit. Damit werde die Leistungsfähigkeit der im größten Universalhafen an der deutschen Ostseeküste tätigen Unternehmen und Behörden bestätigt. 

Für den Gesamtstandort Rostock kommen 1,8 Millionen Tonnen Güter hinzu, die laut Hafen- und Seemannsamt im Vorjahr in den anderen Rostocker Häfen wie dem Fracht- und Fischereihafen sowie Chemiehafen über die Kaikanten gingen, womit der Gesamtumschlag bei 33,1 Millionen Tonnen liegt. 

Getreide mit stärkstem Schüttgut-Anteil 

Über die Hälfte des Umschlags im Überseehafen entfiel mit 16,8 Millionen Tonnen auf sogenannte rollende Ladung per Fähre oder RoRo-Frachtschiff, bei denen die Ladung selbstständig an beziehungsweise von Bord rollt. Das war ein Anstieg um 2 Prozent im Vorjahresvergleich. 

Starke 16 Prozent Zuwachs verzeichnete das Segment Schüttgüter, in dem rund 5,9 Millionen Tonnen umgeschlagen wurden. Trotz Rückgängen blieb Getreide mit einem Jahresergebnis von 2,4 Millionen Tonnen die dominierende Schüttgutart im Überseehafen. 

Die Zahl der auf den Fährverbindungen von und nach Nordeuropa beförderten Lkw- und Trailer-Einheiten stieg um 11.000 auf 528.000. Insgesamt steuerten 7.580 Fähr-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffe den Überseehafen an (2024: 7.577). Davon entfiel mit 5.850 Anläufen der ganz überwiegende Teil auf Fähr- und RoRo-Schiffe. 

Kreuzfahrtsaison beginnt am 29. März 

Im vergangenen Jahr seien mit 3,2 Millionen Passagieren auf den Fähren und Kreuzfahrtschiffen im Überseehafen und Warnemünde rund 100.000 Reisende mehr begrüßt worden als 2024, sagte Jens Scharner, Geschäftsführer von Rostock Port. Mit 2,6 Millionen Passagieren auf den drei Fährverbindungen von Scandlines, Stena Line und TT-Line nach Dänemark und Schweden gab es den Angaben zufolge ein Plus von 30.000 Fährreisenden. 

Das Kreuzfahrtschiff „AIDAdiva“ wird in Warnemünde die Kreuzfahrtsaison 2026 eröffnen.Jens Büttner/dpa

Das Kreuzfahrtschiff „AIDAdiva“ wird in Warnemünde die Kreuzfahrtsaison 2026 eröffnen.Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Gut entwickelte sich das Kreuzfahrtgeschäft: In Warnemünde gingen 592.000 Passagiere (2024: 532.000) bei 165 Schiffsanläufen (2024: 148) von 35 Kreuzfahrtschiffen (2024: 37) an und von Bord. Dabei legten an 126 von 365 Tagen des Jahres 2025 Kreuzfahrtschiffe von 23 nationalen und internationalen Reedereien im Warnemünder Hafen an. Die Kreuzfahrtsaison 2026 wird in dem Ostseebad am 29. März von der „AIDAdiva“ eröffnet.