dpa

Rostocker IHK begrüßt geplanten Bau von Konverterplattformen

Konverterplattformen sind riesig und wandeln den Strom von Offshore-Windparks für den Weitertransport um. Beim geplanten Bau solcher Anlagen in MV will auch Bayern helfen.

16.04.2026

In Rostock-Warnemünde sollen künftig Konverterplattformen gebaut werden. (Archivbild)Bernd Wüstneck/dpa

In Rostock-Warnemünde sollen künftig Konverterplattformen gebaut werden. (Archivbild)Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Der Präsident der IHK zu Rostock sieht große Chancen für Rostock durch den Ausbau der Offshore-Windenergie und den Bau der dafür benötigten Konverterplattformen. „Hier reden wir über Hightech-Anlagen, die für die Anbindung von Offshore-Windparks unverzichtbar sind“, erklärte Klaus-Jürgen Strupp. „Dass diese künftig wieder in Deutschland – konkret vor unserer Haustür – gebaut werden sollen, ist ein industriepolitischer Durchbruch.“

Das Schweriner Wirtschaftsministerium bestätigte einen Bericht der „Ostsee-Zeitung“, nach dem nicht nur die Schweriner Landesregierung, sondern auch Bayern den Bau von Konverterplattformen in MV mit Bürgschaften absichern will. Laut Ministerium werden sich auch noch andere Länder beteiligen.

„Nach einer Änderung des Werftenförderungsgesetzes im vergangenen Jahr kann Mecklenburg-Vorpommern für die Bauzeitfinanzierung von Konverterplattformen auf den Werften in MV Bürgschaften bis zu einer Gesamtobergrenze von 300 Millionen Euro gewähren“, erklärte ein Ministeriumssprecher. Bedingung sei, dass auch der Bund beteiligt ist.

Strupp: „Offshore-Wind-Boom“ bringt auch Herausforderungen

Dem Bericht zufolge wollen die Rostocker Neptun Werft, die zur Meyer-Gruppe aus dem niedersächsischen Papenburg gehört, mit Siemens Energy aus Bayern an den Plattformen arbeiten. Die Neptun Werft hatte zusammen mit dem belgischen Stahlkonzern Smulders ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Konverterplattformen gegründet.

Bereits 2017 war eine in Mecklenburg-Vorpommern gebaute riesige Konverterplattform in Rostock-Warnemünde ausgeschifft worden. (Archivbild)picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bereits 2017 war eine in Mecklenburg-Vorpommern gebaute riesige Konverterplattform in Rostock-Warnemünde ausgeschifft worden. (Archivbild)picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

© picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

In Konverterplattformen wird der von Windrädern auf See erzeugte Strom gebündelt und für den möglichst verlustfreien Weitertransport zur Küste in Gleichstrom umgewandelt.

Strupp spricht von einem „Offshore-Wind-Boom“, der aber auch massive Herausforderungen bringe. „Fachkräfte fehlen, Flächen werden knapp, Infrastruktur stößt an Grenzen. Selbst bei den Konverterplattformen sehen wir: Genehmigungen, Flächensanierung und Abstimmungen dauern zu lange.“

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat für Donnerstag zum 3. Baltic Sea Business Day in Rostock eingeladen, an dem unter anderem auch die IHK beteiligt ist. Bei dem Spitzentreffen von Vertretern und Vertreterinnen aus Ostseeanrainer-Staaten sollte es in diesem Jahr vor allem um die Themen maritime Sicherheit, Innovationen und Nachhaltigkeit gehen.

Ein Offshore-Boom bringt nach Aussage Klaus-Jürgen Strupps, Präsident der IHK zu Rostock, Chancen, aber auch Herausforderungen für Rostock. (Archivbild)Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Offshore-Boom bringt nach Aussage Klaus-Jürgen Strupps, Präsident der IHK zu Rostock, Chancen, aber auch Herausforderungen für Rostock. (Archivbild)Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

© Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa