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Rostock bleibt nur noch die Playoff-Teilnahme

Die Seawolves waren ambitioniert in die Saison gestartet, haben aber zwei von drei Zielen verpasst. Dennoch spricht Jens Hakanowitz vom „aktuell sportlich besten Jahr“ des Clubs.

05.03.2026

Coach Przemyslaw Frasunkiewicz will mit den Seawolves in die PlayoffsMichael Schwartz/dpa

Coach Przemyslaw Frasunkiewicz will mit den Seawolves in die PlayoffsMichael Schwartz/dpa

© Michael Schwartz/dpa

Für Rostocks Basketballer beginnt an  Freitag (20.00 Uhr) mit der Partie gegen die Vet-Concept Gladiators Trier die entscheidende Phase im Kampf um die Teilnahme an den Playoffs in der Basketball-Bundesliga. Zwar stehen noch 14 Partien auf dem Programm, doch angesichts etlicher überraschender Ergebnisse in den zurückliegenden Spielen machte der Sportliche Leiter Jens Hakanowitz keinen Hehl daraus: „Es ist alles möglich. Dazu müssen aber noch eine Reihe von Spielen gewonnen werden.“

Aktuell sind die Mecklenburger Achter und wären damit wie in der Vorsaison zumindest für die Play-Ins qualifiziert. Damals scheiterten sie im ersten Spiel jedoch an Oldenburg. Nun streben die Rostocker mehr an. „Das klare Ziel sind die Playoffs“, sagt Hakanowitz.

Letztes Ziel

Es allerdings auch das letzte verbliebende Ziel der mit großen Ambitionen angetretenen Seawolves. Statt der Teilnahme am Final Four im BBL-Pokal geriet das Achtelfinale gegen Aufsteiger Science City Jena zur Endstation, während im Fiba Europe Cup nach der zweiten Gruppenphase Schluss war. Dennoch zog Hakanowitz ein positives Fazit der vergangenen Monate: „Es ist ja oft so, dass man interne Ziele gar nicht so laut nach außen trägt, um dann nicht Rechenschaft ablegen zu müssen, wenn man die nicht erfüllt. Aber rein sportlich erleben wir aktuell das beste Jahr, das wir je hatten.“

Er räumte allerdings auch ein, dass es Unzufriedenheit gebe. „Jena hätte man zu Hause schlagen müssen. Haben wir nicht. Punkt.“ Die Enttäuschung über das Aus im Fiba Europe Cup sei bei allen Beteiligten allerdings größer gewesen, betonte Hakanowitz.

Immerhin kann sich das Team von Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz nun voll auf die BBL fokussieren. Ob und welchen Einfluss es hat, dass nur noch sechs Heimpartien anstehen, während zu den acht Auswärtsspielen auch die Auftritte beim Spitzenreiter FC Bayern München und Alba Berlin (2.) zählen, wird sich zeigen. Weder war die Stadthalle bislang eine Festung (6/5), noch erwiesen sich die Seawolves in der Fremde als regelmäßiger Punktelieferant (5/4).

Gut für die Seawolves: Die direkten Vergleiche gegen Bonn (3.), Würzburg (4.) und Pokalsieger Bamberg (7.) haben sie bereits für sich entschieden. „Mal gucken.“, meinte Hakanowitz, „welchen Wert das noch hat.“ Für die direkte Playoff-Teilnahme muss man mindestens Sechster werden.