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Röwekamp: Vorfälle in Zweibrücken erschweren Rekrutierung

Sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen, Rechtsextremismus? Die Vorfälle beim Fallschirmjägerregiment 26 beschäftigen nun auch den Bundestag.

14.01.2026

Der Verteidigungsausschuss befasst sich mit den Vorfällen in Zweibrücken. (Archivbild)Christophe Gateau/dpa

Der Verteidigungsausschuss befasst sich mit den Vorfällen in Zweibrücken. (Archivbild)Christophe Gateau/dpa

© Christophe Gateau/dpa

Die Fälle von Rechtsextremismus, sexuellem Fehlverhalten und Drogenmissbrauch bei Fallschirmjägern schaden nach Ansicht des CDU-Verteidigungsexperten Thomas Röwekamp der Bundeswehr weit über den betroffenen Standort im rheinland-pfälzischen Zweibrücken hinaus. „Diese Vorfälle und die Reaktionen darauf schaden dem Ansehen der Bundeswehr und der Soldatinnen und Soldaten, die jeden Tag ihren Dienst in Übereinstimmung mit unseren Werten und unter Einsatz ihres Lebens leisten. Und sie gefährden die Bereitschaft, sich in den Dienst unserer Truppe zu stellen“, sagte Röwekamp dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). 

Der Verteidigungsausschuss des Bundestages, dessen Vorsitzender Röwekamp ist, befasst sich an diesem Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung mit den Vorfällen. Ende des Jahres hatte eine Sprecherin des Heeres von umfangreichen Ermittlungen gegen insgesamt 55 Beschuldigte gesprochen. Bei 19 Beschuldigten sei die Entlassung eingeleitet worden, in drei Fällen sei dies erfolgt. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Soldaten. 

„Systemische Mängel“ bei der betroffenen Einheit

Röwekamp sagte, das Ausmaß und der lange Zeitraum der sexuellen Übergriffe, des Rechtsextremismus und des Drogenmissbrauchs offenbarten, „dass die innere Führung und die Fürsorgepflicht von Vorgesetzten versagt haben“. Nun müsse neben der gebotenen straf- und dienstrechtlichen Verfolgung der Taten sichergestellt werden, dass Vorfälle dieser Art gemeldet und durch die Vorgesetzten geahndet würden. „Denn die bisher bekannten Sachverhalte und Vorwürfe gingen weit über ein Fehlverhalten einzelner Soldaten hinaus und offenbarten erhebliche kulturelle und systemische Mängel in der betroffenen Einheit und ihrer Führung“, stellte der CDU-Politiker fest.