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Revision nach Prozess um korrupten Staatsanwalt eingelegt

Sowohl der korrupte Staatsanwalt als auch sein Mitangeklagter legen Rechtsmittel gegen das Urteil des Landgerichts in Hannover ein.

30.03.2026

Der verteilte Staatsanwalt aus Hannover legt Revision ein. (Archivbild)Linda Vogt/dpa

Der verteilte Staatsanwalt aus Hannover legt Revision ein. (Archivbild)Linda Vogt/dpa

© Linda Vogt/dpa

Der verurteilte Staatsanwalt aus Hannover hat Revision gegen das Urteil von achteinhalb Jahren Haft eingelegt. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Hannover, das den 40-Jährigen wegen Bestechlichkeit und Verletzung des Dienstgeheimnisses verurteilt hatte. Der Jurist hatte Informationen aus Ermittlungsverfahren an Drogenhändler weitergegeben und eine Razzia verraten. 

Der Staatsanwalt hatte nach einem Verständigungsvorschlag der Strafkammer den Großteil der ihm vorgeworfenen Taten gestanden. Ein wegen Beihilfe zur Bestechung angeklagter 42 Jahre alter Boxtrainer wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Auch er plant, das Urteil anzufechten. 

Nach Zustellung des schriftlichen Urteils haben die Verteidiger einen Monat Zeit für eine schriftliche Begründung, über die der Bundesgerichtshof entscheiden muss. Er entscheidet, ob es Rechtsfehler gab. In der Begründung müssen die Gründe für eine Revision dargelegt werden. Zuvor hatte der NDR berichtet.