Regionalzüge in Bayern kamen erneut unpünktlicher
Verspätungen und Zugausfälle gehören zum Alltag von Bahnreisenden. Die Pünktlichkeitsstatistik für 2025 zeigt erneut ein Minus.
Bayerns Regionalbahnen kamen 2025 nochmals unpünktlicher als 2024. (Symbolbild)Peter Kneffel/dpa
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Der Negativtrend bei der Pünktlichkeit im bayerischen Eisenbahnregionalverkehr geht weiter. 84,9 Prozent aller Regionalzüge und S-Bahnen im Freistaat erreichten 2025 ihr Ziel pünktlich - sofern sie nicht ausfielen. Die Ausfallquote betrug 6,9 Prozent, was eine leichte Verbesserung bedeutet. Das geht aus der Jahresstatistik der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) hervor. 2024 waren 85,3 Prozent der Bahnen pünktlich und 8,1 Prozent fielen aus.
Der Schienenpersonennahverkehr trete „bei der Pünktlichkeit leider weiter auf der Stelle“, bilanzierte Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der BEG ist. Das Ergebnis sei für die Fahrgäste enttäuschend. „Wir können damit nicht zufrieden sein.“ Es erfordere Geduld, bis die Deutsche Bahn bei der Infrastruktur endlich deutlich vorwärtskomme.
Schlechter Zustand der Bahninfrastruktur
Als pünktlich gewertet werden Züge, die weniger als sechs Minuten Verspätung haben. Hauptursache für Verspätungen war laut BEG der schlechte Zustand der Bahninfrastruktur. Zugausfälle lagen vor allem am hohen Bauvolumen der DB InfraGO, die für Erhalt und Ausbau der Schieneninfrastruktur zuständig ist.
BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs fordert von der DB InfraGO ein besseres Baustellenmanagement: „Bauen ist richtig und wichtig. Aber die Steuerung der Bauarbeiten verläuft auch im bayerischen Netz häufig unkoordiniert und die Baumaßnahmen werden oftmals leider nicht rechtzeitig angekündigt.“
Allein etwa 100 mängelbedingte Langsamfahrstellen hätten 2025 in Bayern die Fahrpläne durcheinandergebracht. Mit einer besseren Koordination könnte trotz zahlreicher Baumaßnahmen mehr Zuverlässigkeit in den Bahnbetrieb gebracht werden.
Zugspitzbahn am zuverlässigsten
Pünktlichste Eisenbahn Bayerns mit 98,6 Prozent (2024: 98,7 Prozent) ist nach wie vor die hauptsächlich von Touristen genutzte Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen, die ohne Konkurrenz nur auf einer einzigen Strecke fährt.