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Red Bull kann Dosenwerk bauen - Stadt Baruth stellt Weichen

Eine Gerichtsentscheidung hat den Bau einer Dosenfabrik von Red Bull in Brandenburg zunächst ausgebremst. Nun ist eine Entscheidung dazu gefallen.

18.09.2026

Der geplante Bau einer Getränkedosen-Fabrik für Red Bull in Baruth/Mark ist einen Schritt vorangekommen. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa

Der geplante Bau einer Getränkedosen-Fabrik für Red Bull in Baruth/Mark ist einen Schritt vorangekommen. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa

© Patrick Pleul/dpa

Der Bau eines Dosenwerks für Red Bull in Brandenburg kann kommen: Die Stadtverordneten in Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming stimmten am Donnerstagabend für einen neuen Bebauungsplan - 12 Vertreter waren dafür, es gab zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte den bisherigen Bebauungsplan aus formellem Grund gekippt. Bei der Entscheidung ging es um Vorgaben zur Lärmbegrenzung. Der „Tagesspiegel“ berichtete zuvor über die Entscheidung der Stadtverordneten.

Künftig sollen die Red Bull-Dosen direkt in Baruth neben der Abfüllung hergestellt werden. Für die Erweiterung sollen 17 Hektar Kiefernwald in der Nähe der bestehenden Hallen gerodet werden. Red Bull und der Safthersteller Rauch hatten den auf der Kippe stehenden Getränkeabfüller Urstromquelle im Jahr 2023 gekauft. Gegen die Erweiterung gibt es Proteste.

Red Bull und Rauch können eine Menge von rund 2,35 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr entnehmen. Ein Netzwerk von Umweltgruppen befürchtet Wasserknappheit in der Region wegen der Erweiterung. Red Bull betont, dass kein zusätzliches Wasser gebraucht werde. Brandenburg leidet unter Trockenheit. In Baruth/Mark ist auch ein großes Rechenzentrum von Amazon Web Services geplant.