Rechtzeitig fürs Alter vorsorgen
Im Magazin „Spezi“ stellt die Borkener Zeitung besondere Unternehmen aus der Region vor - echte Spezialisten auf ihrem Gebiet. Heute: Immobilien Garvert.
Christoph Garvert
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Das eigene Haus an die Kinder übergeben und mit ihnen zusammenwohnen ist längst nicht mehr so üblich wie früher. Was machen ältere Hausbesitzer stattdessen?
„Hausbesitzer fangen früh an, sich etwas Kleineres zu suchen, in den meisten Fällen eine Eigentumswohnung“, sagt Christoph Garvert. Der 35-Jährige ist gelernter Immobilienkaufmann und Handelsfachwirt und hat im April 2021 das Maklerbüro seines Vaters Fritz übernommen. „Gesucht wird, wenn die Leute noch fit sind, in den meisten Fällen sind sie zwischen 60 und 70 Jahre alt.“ Bei den meisten sind die Kinder aus dem Haus und führen ihr eigenes Leben, oft schon mit eigenem Eigenheim und Familie.
Wie sollten der Verkauf des Hauses und die Wohnungssuche idealerweise ablaufen?
„Wichtig ist, dass für die Hausbesitzer erst eine Wohnung gefunden wird. Wir bereiten die Unterlagen für den Verkauf des Hauses vor und starten in die Vermarktung, sobald eine Wohnung gefunden wurde“, berichtet Christoph Garvert. Für den Verkauf eines Hauses werden erfahrungsgemäß drei bis vier Monate veranschlagt, von der ersten Anzeige bis zum Notartermin zur Unterzeichnung des Kaufvertrags. „Es ist wichtig, dass die Verkäufer erst etwas Passendes gefunden haben. Wir wollen die Doppelbelastung vermeiden und die Käufer brauchen eine Perspektive, wann sie einziehen können.“ Übrigens würde auch in manchen Fällen der Kauf der Wohnung über die Kinder der Hausbesitzer abgewickelt. Sie kaufen die Wohnung mit dem Geld der Eltern aus dem Hausverkauf und erhalten ein vorgezogenes Erbe oder eine Schenkung. Die Eltern bekommen für die Wohnung ein Wohn- oder Nießbrauchrecht. So werde in vielen Fällen auch direkt die Erbfolge geregelt und späteren Streitigkeiten vorgebeugt.
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Sollte vor dem Verkauf des Hauses noch etwas repariert oder saniert werden?
Nein, am besten nicht, empfiehlt der Immobilienkaufmann. „Der Neueigentümer will es in den meisten Fällen sowieso anders haben, da bekommt man nicht das raus, was man reinsteckt. Außer vielleicht bei einer neuen Heizung.“ Auf keinen Fall sollten Verkäufer kurz vor dem Verkauf noch mal den Keller streichen, um ihn aufzuhübschen. Das würde bei Kaufinteressenten direkt die Assoziation wecken, dass etwas versteckt wird. „Generell gilt: Es wird auffallen, wenn etwas ist. Augenwischerei bringt nichts“, weiß Christoph Garvert. Eine Ausnahme von der Sanierung macht der Borkener: Bei größeren Sanierungen wie an den Fenstern oder am Dach empfiehlt er, die Arbeiten einige Jahre vor einem geplanten Verkauf ausführen zu lassen. So haben die Eigentümer selbst noch etwas von der Investition und der Wert des Hauses wird durch die Maßnahme erhöht.