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Razzia gegen rechten Verlag: NS-Devotionalien sichergestellt

Durchsuchungen in mehreren Bundesländern und im Ausland: Einsatzkräfte finden brisantes Material. Was die Ermittler dem Verlag „Der Schelm“ genau vorwerfen - und warum eine Spur nach Russland führt.

11.03.2026

Razzien gegen rechtsextremen Verlag (Archivbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Razzien gegen rechtsextremen Verlag (Archivbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Bei der Razzia gegen einen rechtsextremen Verlag haben die Einsatzkräfte NS-Devotionalien, Propagandamaterialien, elektronische Datenträger und andere Beweismittel sichergestellt. Insgesamt seien zehn Wohnungen und Geschäftsräume in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie vier weitere Räumlichkeiten in Spanien und Polen durchsucht worden, teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg mit.

Seit mehreren Jahren steht der rechtsextremistische Verlag „Der Schelm“ den Angaben nach im Fokus der Ermittlungsbehörden. Er soll unter anderem Publikationen mit antisemitischen und volksverhetzenden Inhalten sowie Schriften, in denen der Holocaust geleugnet wird, vertreiben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen acht Beschuldigte vor allem wegen des Verdachts der Volksverhetzung in mindestens 488 Fällen, wie es hieß. Der 61-jährige Hauptbeschuldigte werde aktuell in Russland vermutet.