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Randale in Dresden: Polizei setzt Ermittlungsgruppe ein

Die Aufarbeitung der Fußball-Krawalle im Dresdner Harbig-Stadion hat längst begonnen. Die Polizei bildet eine Ermittlungsgruppe und wertet umfangreiches Videomaterial aus.

07.04.2026

Die Dresdner Polizei hat eine Ermittlungsgruppe zur Aufklärung der Fußball-Krawalle beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC gebildet. Sebastian Kahnert/dpa

Die Dresdner Polizei hat eine Ermittlungsgruppe zur Aufklärung der Fußball-Krawalle beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC gebildet. Sebastian Kahnert/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa

Nach den Gewaltexzessen beim Zweitliga-Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC soll eine Ermittlungsgruppe der Polizei das Geschehen aufklären. Sie trägt den Namen „Fahne“, besteht aktuell aus 14 Beamten und wird von der Berliner Polizei unterstützt, gab die Polizeidirektion Dresden bekannt. Die Aufgabe bestehe darin, die Abläufe der Ausschreitungen zu erhellen und die Tatverdächtigen für ihr Handeln zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62).

Dresdner Polizei setzt auf Super-Recognizer  

Die Polizei hat inzwischen 19 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im Fokus stehen schwerer Landfriedensbruch, Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen sowie Beleidigungen. „Wir werden die Ermittlungen konsequent vorantreiben. Bei der Identifizierung der Täter aus dem Umfeld von Hertha BSC zählen wir auch auf unsere Kollegen aus Berlin. Mit Blick auf die Gewalttäter aus Dresden setzen wir unter anderem auf die Fähigkeiten unserer Super-Recognizer“, so Rodig. Solche Experten können Gesichter gut erkennen. 

Umfangreiches Videomaterial sichergestellt

Inzwischen habe die Ermittlungsgruppe „Fahne“ umfangreiches Videomaterial sichergestellt. „Mehr als 330 Gigabyte Material liegen vor. Kriminalisten werten diese bereits aus.“ Die Polizei sucht nach Zeugen. Dazu wurde ein Hinweisportal unter sn.hinweisportal.de eingerichtet.

Während des Spiels der 2. Fußball-Bundesliga in Dresden war in beiden Fanlagern wiederholt Pyrotechnik abgebrannt worden. Anhänger beider Mannschaften kletterten über Absperrzäune und attackierten sich im Innenraum des Stadions unter anderem mit Feuerwerkskörpern. Polizisten schritten daraufhin ein, trennten die Lager und sicherten das Spielfeld.