Radroute Berlin-Dresden bekommt erste Wegweiser
Von der Elbe an die Spree auf zwei Rädern: Neue Schilder machen die Route durchs Lausitzer Seenland und den Spreewald leichter auffindbar.
Der Radweg Berlin-Dresden ist etwa 250 Kilometer lang.Robert Michael/dpa
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Mit dem Rad von Dresden nach Berlin - das macht eine neue Route möglich: Auf gut 250 Kilometern führt der Weg von der Frauenkirche in Dresden über das Lausitzer Seenland und den Spreewald bis ans Brandenburger Tor in Berlin.
Damit Radfahrer die Route unterwegs besser finden, werden nun Wegweiser angebracht. Im Dresdner Stadtgebiet sind es inzwischen nach Angaben des Fahrradclubs ADFC etwa 20 Stück. Im Laufe des Jahres folgen weitere Schilder im Landkreis Meißen und auf Brandenburger Seite.
Ruhige Strecke abseits großer Straßen
„Der Radweg Berlin-Dresden ist touristisch total attraktiv“, warb der Vorsitzende des ADFC Sachsen, Janek Mücksch. Er führe über ruhige Wege, meistens abseits von Straßen, sei sehr autoarm und deshalb angenehm zu fahren. Wer sportlich unterwegs ist, schafft die Strecke in zwei Tagen. Familien empfiehlt Mücksch, eine Woche für die Radtour einzuplanen. Übernachtungen sind an zahlreichen fahrradfreundlichen Unterkünften entlang der Strecke möglich.
Route ehrenamtlich entwickelt
Die Initiative für die Radroute kam 2012 vom ADFC Dresden. Mitglieder entwickelten sie ehrenamtlich. Zum Großteil führt sie auf bestehenden Routen wie dem Dahme- oder Spree-Radweg entlang. Infomaterial bietet der ADFC. Wer nur einen Teil der Strecke mit dem Rad zurücklegen möchte, kann unterwegs an vielen Bahnhöfen in den Zug umsteigen.
Inzwischen ist das Projekt Teil der strategischen Radverkehrsplanung in Sachsen. „Wir wollen den Radtourismus im Freistaat Sachsen weiter ausbauen“, sagte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) beim Anbringen eines Schildes in Dresden-Neustadt.
Der Bau neuer Radwege sei jedoch langwierig. Daher biete es sich an, wie hier existierende Strecken miteinander zu verbinden. In Sachsen werden mit Radfahrern nach Angaben des Landestourismusverbandes jährlich mehr als 560 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet - und rund 10.800 Arbeitsplätze gesichert.
Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) und der ADFC-Vorsitzende Janek Mücksch brachten einen der ersten Wegweiser gemeinsam an.Robert Michael/dpa
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