dpa

RKI: Rund 290 Menschen in Thüringen durch Hitze gestorben

Die Hitze hat in Thüringen in diesem Sommer vielen Menschen das Leben gekostet. Die Zahlen könnten laut Robert Koch-Institut sogar noch höher liegen.

27.08.2026

Es gab in diesem Jahr laut RKI viele Hitzetote. (Symbolbild)Katharina Kausche/dpa

Es gab in diesem Jahr laut RKI viele Hitzetote. (Symbolbild)Katharina Kausche/dpa

© Katharina Kausche/dpa

In diesem Jahr sind in Thüringen nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mitte August rund 290 Menschen durch Hitze gestorben. Das sind mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016, wie das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht mitteilte.

Bundesweit haben die Hitzewellen 2026 demnach bislang rund 15.800 Menschen das Leben gekostet - ebenfalls der höchste Wert seit 2016. Die bis dato meisten Hitzetoten hatte das RKI im Jahr 2018 registriert - mit 9.500 Sterbefällen, darunter rund 180 in Thüringen.

Die Zahlen der vergangenen Jahre variieren etwas im Vergleich zu früheren RKI-Angaben. Laut einer Sprecherin liegt das daran, dass die Schätzungen jeden Monat neu berechnet werden - auch für die vergangenen Jahre.

Zahl der Hitzetoten könnte noch höher liegen

Laut RKI handelt es sich um konservative Schätzungen. Die Gesamtzahl der diesjährigen Hitzetoten könnte daher sogar noch höher liegen. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.

In einigen Fällen, zum Beispiel beim Hitzeschlag, führt die Hitzeeinwirkung laut RKI unmittelbar zum Tod. In den meisten Fällen aber sterben die Betroffenen demnach an einer Kombination aus Hitze und bereits bestehenden Erkrankungen.