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Purple Disco Machine wird Pate für Orangenbaum im Zwinger

Party-Feeling im Barock: Purple Disco Machine sorgt nicht nur für Beats in dem historischen Gebäudeensemble, sondern übernimmt auch die Patenschaft für einen Orangenbaum.

25.03.2026

Der Dresdner Tino Piontek alias Purple Disco Machine übernimmt eine Orangenbaum-Patenschaft.Sebastian Kahnert/dpa

Der Dresdner Tino Piontek alias Purple Disco Machine übernimmt eine Orangenbaum-Patenschaft.Sebastian Kahnert/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa

Ein Orangenbaum im Dresdner Zwinger hat einen prominenten Sponsor: Der DJ Purple Disco Machine übernimmt gemeinsam mit Stefan Kästner, Prokurist bei der Bernd Aust Kulturmanagement GmbH, die Patenschaft für das Zitrusgewächs, wie das Schlösserland Sachsen mitteilte. 

Ab Juni wandert das Bäumchen mit Patenschild in den Zwingerhof, wo die insgesamt etwa 80 Pomeranzen nach vier Jahren Pause während der Sanierung des barocken Gartenensembles wieder aufgestellt werden.

Kurz zuvor steht dort ein besonderes Highlight an: Von 22. bis 24. Mai spielt der international gefeierte Dresdner DJ und Produzent Tino Piontek alias Purple Disco Machine drei Konzerte vor der historischen Kulisse. Die Konzertreihe soll den Zwinger als Veranstaltungsort einweihen. Der Ansturm auf die Tickets war groß: Nur wenige Minuten nach Ankündigung der Termine waren sie restlos ausverkauft. 

Zwinger beherbergte einst 1.700 Orangenbäume

Mit der Baumpatenschaft, die auf fünf Jahre angelegt ist und jederzeit verlängert werden kann, setzten Piontek und Kästner ein Zeichen für ihre Verbundenheit mit diesem besonderen historischen Ort, hieß es in der Mitteilung. Der Zwinger zählt zu den bedeutendsten europäischen Barockbauwerken und ist mit jährlich vier bis fünf Millionen Besuchern eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Dresdens. 

Der Bau entstand im Auftrag des Kurfürsten August der Starke als Orangerie und Festplatz und wurde 1719 eingeweiht - zur Hochzeit des Kurprinzen Friedrich August mit der Kaisertochter Maria Josepha. Einst standen dort 1.700 Pomeranzen, deren Kultivierung nördlich der Alpen als Symbol von Macht und Reichtum galt. 

20 Orangenbäume suchen Paten

Seit 2017 erinnern etwa 80 Bitterorangenbäumchen aus Italien an den geschichtlichen Kontext. Sie überwintern von Oktober bis Mai in der Oberen Orangerie des Barockgartens Großsedlitz. Finanziert wird die aufwendige Pflege der Pflanzen über ein Patenprojekt. Aktuell suchen 20 Bäumchen einen neuen Sponsor, der die jährliche Spende von 550 Euro übernimmt.