Welche Südwest-Promis das neue Staatsoberhaupt wählen sollen
Ein Ex-VfB-Stürmer, ein Schrauben-Milliardär und eine Nobelpreisträgerin: Diese Promis aus dem Südwesten sollen bei der Wahl von Steinmeiers Nachfolge mitentscheiden.
Claudemir Jeronimo Barreto spielte jahrelang als Stürmer für den VfB Stuttgart. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa
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Im Januar findet in Berlin die Bundespräsidenten-Wahl statt: Mehrere Promis aus dem Südwesten dürfen dabei voraussichtlich mitentscheiden. Ein Überblick, wer aus Sport, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft alles dabei ist:
Ex-Fußballer Cacau
Die CDU-Landtagsfraktion möchte unter anderem Ex-Fußballer Claudemir Jerônimo Barreto, besser bekannt als Cacau, für die Bundesversammlung am 30. Januar nominieren. Der Deutschbrasilianer war jahrelang für den VfB Stuttgart als Stürmer auf dem Feld und wurde 2007 mit dem VfB deutscher Meister. Von 2009 bis 2012 spielte Cacau für die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.
Von November 2016 bis Januar 2021 engagierte er sich außerdem als Integrationsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). Heute ist er als Fußballfunktionär tätig.
Unternehmer Reinhold Würth
Ein weiterer Promi, den die CDU zur Wahl des Nachfolgers von Frank-Walter Steinmeier nach Berlin schickt, ist der Unternehmer Reinhold Würth. Das für seine Produkte im Montage- und Befestigungsbereich bekannte Unternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg, wozu etwa Schrauben oder Dübel zählen, machte Würth zum Milliardär und zu einem der reichsten Deutschen. Würth ist Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats des Familienunternehmens.
Reinhold Würth ist der Gründer des Würth Konzerns. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa
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Pur-Sänger Hartmut Engler
Die Grünen im baden-württembergischen Landtag wollen Pur-Sänger Hartmut Engler („Abenteuerland“, 64) zur Bundesversammlung nach Berlin schicken. „Ich freue mich darauf, weil das eine Form von demokratischer Teilhabe ist, die nicht jeder genießen darf. 2010 erhielt Engler den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Im Mai 2026 wurde ihm zudem das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Gewürdigt wurde damit sein langjähriges soziales Engagement.
Der Sänger soll den Bundespräsidenten mitwählen. (Archivbild) Sven Hoppe/dpa
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Biologin Christiane Nüsslein-Volhard
Außerdem wollen die Grünen die Tübinger Entwicklungsbiologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard für die Bundesversammlung nominieren. Die 84-Jährige ist Deutschlands erste und bislang einzige Wissenschaftlerin, die einen Nobelpreis in Naturwissenschaften erhielt. Die Biochemikerin arbeitete unter anderem als Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen.
Nüsslein-Volhard ist Deutschlands erste und bislang einzige Wissenschaftlerin, die einen Nobelpreis in Naturwissenschaften erhielt. (Archivbild)Marijan Murat/dpa
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Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller
Nicola Leibinger-Kammüller, Vorstands-Vorsitzende des Maschinenbauunternehmens Trumpf, soll ebenfalls für die Grünen an der Bundesversammlung teilnehmen. Die deutsch-US-amerikanische Managerin ist Senats-Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und engagierte sich in der Vergangenheit unter anderem als Aufsichtsrätin der Siemens AG.
Nicola Leibinger-Kammüller ist Vorstandsvorsitzende von Trumpf. (Archivbild)Marijan Murat/dpa
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Auch bei der letzten Wahl zum Bundespräsidenten 2022 waren Promis aus dem Südwesten dabei. So wählte etwa der Ex-Fußballer und damalige Fußball-Bundestrainer Hansi Flick den heutigen Bundespräsidenten Steinmeier mit. Auch sein Vorgänger Jogi Löw wählte schon mal mit. Außerdem war die in Mannheim geborene Zeitzeugin der Nazi-Zeit Karla Spagerer mit 92 Jahren als älteste Wahlfrau in der Bundesversammlung dabei.
Bundesversammlung wählt Nachfolge für Steinmeier
Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar über Steinmeiers Nachfolge. Sie setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Wahlleuten der Länder zusammen. Union und SPD haben dort eine Mehrheit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will auch die Grünen in die Kandidatensuche einbeziehen. Die Bundesländer benennen zurzeit ihre Wahlleute für die Bundesversammlung, obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin sich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt hat.
Merz sprach sich bereits dafür aus, dass eine Frau das höchste Amt in Deutschland übernehmen soll. Einen Namen nannte er nicht. Die Wahl der baden-württembergischen Mitglieder der Bundesversammlung findet an diesem Donnerstag im Landtag statt.