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Lehrer in Cottbus schlägt Schüler - Bewährungsstrafe

Ein Musiklehrer gesteht vor Gericht, Schüler geschlagen und getreten zu haben. Das Amtsgericht Cottbus verurteilt ihn zu einer Bewährungsstrafe. Gibt es auch Schmerzensgeld für die betroffenen Jungen?

03.11.2026

In Cottbus wird ein Angriff an einer Schule verhandelt. (Symbolbild)Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

In Cottbus wird ein Angriff an einer Schule verhandelt. (Symbolbild)Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

© Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Lehrer ist wegen Körperverletzung von mehreren Schülern und wegen Bedrohung vom Amtsgericht Cottbus zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Mann, Quereinsteiger als Musiklehrer, sei im September 2023 in vier Fällen gewalttätig gegenüber Schülern an einer Cottbuser Oberschule geworden, urteilte das Gericht. Es verhängte ein Jahr und einen Monat Freiheitsstrafe auf Bewährung. Zudem muss der Angeklagte Schmerzensgeld zahlen: 100 Euro an einen Schüler, jeweils 200 Euro an zwei weitere.

Der Lehrer gab die Vorwürfe vor Gericht zu und entschuldigte sich. Er hatte den Angaben zufolge einen elfjährigen Jungen im Unterricht gegen die Hüfte getreten und mit der Hand gegen den Hinterkopf geschlagen. Der Junge musste im Krankenhaus behandelt werden. Zwei weitere Zwölfjährige bekamen von ihm Schläge. Zunächst war von zwei Opfern die Rede gewesen.

Die Jungen haben laut dem Verein Opferperspektive einen Migrationshintergrund. Ein mögliches rassistisches Motiv hatte die Polizei deswegen nach der Anzeige der Eltern bei den Ermittlungen geprüft. Im Prozess spielte der Vorwurf nur am Rande eine Rolle. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.