Protest gegen Ansiedlung von Rüstungsfirma in Leipzig
Ein US-Unternehmen will in Leipzig Marschflugkörper herstellen. Einem Protest gegen die Rüstungsansiedlung schließen sich mehrere Hundert Menschen an.
Mehrere Hundert Menschen protestieren gegen eine Rüstungsansiedlung. Sebastian Willnow/ dpa/dpa
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Mehrere Hundert Menschen haben in Leipzig gegen die Ansiedlung der US-Rüstungsfirma Covenant demonstriert. Der Protest stand unter dem Motto „Keine Raketenfabrik in Leipzig“. Die Organisatoren forderten den Stopp der Covenant-Ansiedlung im Norden der Stadt.
Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf rund 400. Sie sicherte den Aufzug im strömenden Regen ab. Ein dpa-Reporter berichtete, dass sich überwiegend junge Menschen an dem Protest beteiligten. Neben Fahnen und Symbolen linker Gruppierungen wurden auch Palästina-Flaggen in die Höhe gehalten.
Produktion von Marschflugkörpern ab 2027
Covenant hatte Anfang Oktober seine geplante Produktionshalle in Leipzig offiziell eröffnet. Dort soll ab 2027 der weitreichende Marschflugkörper Anthem hergestellt werden. Leipzig solle der weltgrößte Covenant-Standort werden, hieß es. Im ersten Jahr sollen 1.000 Exemplare des Waffensystems in Sachsens größter Stadt produziert werden. 2028 werden bereits 5.000 Stück angestrebt.
Die sächsische Landesregierung hat die Ansiedlung begrüßt. Freiheit und Wohlstand seien nicht ohne Sicherheit zu gewährleisten, hatte Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) bei der Eröffnung der Produktionsstätte gesagt. Die beste Sicherheit sei immer noch Abschreckung.