Propalästinensische Großdemo im Berliner Regierungsviertel
Rund 3.500 Menschen nehmen an einer propalästinensischen Demonstration im Berliner Regierungsviertel teil. Auch Gegendemonstranten zeigen Flagge. Die Polizei ist im Großeinsatz.
Gegendemonstranten hielten Flaggen mit dem Davidstern hoch. Annette Riedl/dpa
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Mehrere tausend Menschen haben an einer propalästinensischen und antiisraelischen Demonstration im Berliner Regierungsviertel teilgenommen. Sie versammelten sich am Nachmittag gegenüber dem Kanzleramt. Die Polizei sprach von rund 3.500 Teilnehmern. Bis zum späten Nachmittag sei die Veranstaltung weitgehend störungsfrei geblieben.
Zu sehen waren zahlreiche Palästina-Fahnen. Auf einem großen Transparent stand: „Staatsräson Völkermord“ und auf einem weiteren „Schluss mit Besatzungsterror“. In Sprechchören riefen die Demonstranten: „Free Palestine, free Palestine“ (Befreit Palästina). Und: „Fuck you Israel“.
Eine kleine Gruppe von Gegendemonstranten mit Israelfahnen forderte dagegen: „Free Berlin from Hamas!“ (Befreit Berlin von der Hamas). Angemeldet war die Veranstaltung mit 3.000 Teilnehmern unter dem Titel „United4Palestine - No Peace on Stolen Land“ (deutsch: Vereint für Palästina - Kein Frieden auf gestohlenem Land).
Geplant war zunächst eine Reihe von Redebeiträgen am Startpunkt, die sich allerdings deutlich in die Länge zogen. Erst am späten Nachmittag starteten die Demonstranten dann durch das Regierungsviertel Richtung Alexanderplatz. Die Route wurde geändert, ursprünglich sollte es zum Potsdamer Platz gehen.
Demo kurz nach dem Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas
Vor drei Jahren, am 7. Oktober 2023, griffen Terroristen der islamistischen Hamas Israel an und töteten weit mehr als tausend Menschen. Einige Tage danach begann der Gegenangriff der israelischen Armee mit zehntausenden Toten. Dagegen hat es auch in Berlin immer wieder Proteste gegeben.
An einer Demonstration mit ähnlichem Titel wie diesmal nahmen im Oktober 2025 rund 14.000 Menschen teil. Dabei kam es auch zu tätlichen Angriffen und antisemitischen Zeichen und Parolen. Etwa 30 Menschen wurden festgenommen. Bei einer israelkritischen Demonstration am vergangenen Mittwochabend gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei und Festnahmen.
Am Samstag waren in der Berliner Innenstadt mehrere kleinere Demonstrationen zur Unterstützung Israels und gegen islamistischen Terror angemeldet. Die Berliner Polizei hatte angekündigt, mit insgesamt rund 1.400 Polizisten im Einsatz zu sein, darunter auch mit Einheiten aus mehreren anderen Bundesländern und von der Bundespolizei.
Teilnehmer einer propalästinensischen Demonstration halten ein Plakat mit dem Schriftzug „Es ist Genozid“ hoch.Annette Riedl/dpa
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„Deutschland ist Komplize! Keine Waffen für Genozid“ steht auf einem Transparent, das Teilnehmer einer propalästinensischen Demonstration zeigen. Annette Riedl/dpa
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„Palestinians only crime is to Exist“ steht auf einem Transparent, das propalästinensischen Demonstranten halten, während ein Gegendemonstrant eine Flagge mit Davidsstern schwingt.Annette Riedl/dpa
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