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Porsche verkauft Beratungstochter MHP

Porsche muss sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren - und trennt sich nun von seiner Beratungstochter MHP. Einen Käufer findet der kriselnde Sportwagenbauer in Indien.

24.08.2026

Bald nicht mehr Porsche Company: die Beratungsfirma MHP. (Archivbild)Markus Lenhardt/dpa

Bald nicht mehr Porsche Company: die Beratungsfirma MHP. (Archivbild)Markus Lenhardt/dpa

© Markus Lenhardt/dpa

Porsche verkauft seine Management- und IT-Beratung MHP. Es sei ein Vertrag unterzeichnet worden, der den Verkauf von MHP an Tata Consultancy Services (TCS) vorsieht, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Mit der Veräußerung setzt Porsche Konzernchef Michael Leiters zufolge einen weiteren wichtigen Schritt seiner Strategie um, sich konsequent auf das Kerngeschäft zu fokussieren. 

MHP hat seinen Unternehmenssitz in Ludwigsburg bei Stuttgart und ist bislang eine 100-prozentige Tochterfirma des Sport- und Geländewagenherstellers. Die Behörden müssen der vollständigen Übernahme noch zustimmen. Die Partner erwarten einen Abschluss der Transaktion in den kommenden Monaten. Zum Kaufpreis machten Porsche und TCS keine Angaben. Einer Pflichtmitteilung von Tata zufolge beträgt der MHP-Unternehmenswert 320 Millionen Euro. 

Kooperation soll fortgeführt werden 

TCS bietet IT-Dienstleistungen, Beratung und Technologielösungen an und ist Teil des indischen Mischkonzerns Tata Group. Die Inder wollen MHP demnach als eigenständiges Beratungshaus unter der bisherigen Marke weiterführen. Die Zusammenarbeit zwischen Porsche und MHP soll nach dem Eigentümerwechsel fortgesetzt werden. Geplant ist demnach eine Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz. Ziel sei, die digitale Transformation von Porsche voranzutreiben und zusätzliche Potenziale entlang der Wertschöpfungskette zu erschließen. 

Porsche war seit 1998 an MHP beteiligt, vor gut zweieinhalb Jahren erfolgte die vollständige Übernahme. Das Haus berät vor allem zu Strategiethemen und IT-Transformationen. Die rund 300 Kundinnen und Kunden kommen aus der Auto- und Fertigungsindustrie, aber auch aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie, Verteidigung sowie aus dem öffentlichen Sektor. 2025 machte das Unternehmen, das mehr als 4.500 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von ungefähr 743 Millionen Euro. 

Porsche baut Beteiligungen ab 

Nach dem Krisenjahr 2025 baut Leiters Porsche aktuell kräftig um. Dem seit Jahresbeginn amtierenden Vorstandschef schwebt eine deutlich schlankere Sportwagenschmiede vor. Die Schwaben hatten bereits im April ihre Beteiligung an der Luxus-Sportwagenmarke Bugatti verkauft. Kurze Zeit später folgte die Ankündigung, die Batterie-Tochter Cellforce, die eBike Performance GmbH sowie die Software-Tochter Cetitec nicht weiterzuführen. 

Porsche-Chef Michael Leiters will das Unternehmen verschlanken. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

Porsche-Chef Michael Leiters will das Unternehmen verschlanken. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

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Im vergangenen Jahr war das Ergebnis der Volkswagen-Tochter um gut 91 Prozent abgesackt. Trotz einer Stabilisierung im ersten Halbjahr befindet sich Porsche weiter in einer schwierigen Lage. Das Ergebnis nach Steuern stieg zwar auf 1,07 Milliarden Euro - das lag aber zu einem großen Teil daran, dass im Vergleich zum Vorjahr Sonderkosten für den Konzernumbau weggefallen sind. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um gut fünf Prozent. 

Einer der Gründe für die Krise ist, dass die Stuttgarter von Januar bis Juni nur noch gut 122.300 Fahrzeuge verkauft haben (minus 16 Prozent). Insbesondere in China sanken die Zahlen. Porsche passt daher auch die Strukturen an - und hat angekündigt, bis 2035 in seiner Heimat weitere 5.000 Stellen zu streichen. Zusammen mit früheren Ankündigungen fällt dort in den nächsten Jahren mehr als jede dritte Stelle weg. Auch im Leipziger Werk wurden Jobs gestrichen.

Bei Porsche läuft es - trotzt einer Stabilisierung beim Gewinn - nicht rund. (Archivbild)Marijan Murat/dpa

Bei Porsche läuft es - trotzt einer Stabilisierung beim Gewinn - nicht rund. (Archivbild)Marijan Murat/dpa

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