dpa

Polizeipräsident: Einsatzkonzept ist aufgegangen

Zehntausende Menschen haben in Erfurt weitgehend friedlich gegen den AfD-Bundesparteitag demonstriert. Polizei und Stadt ziehen Bilanz des Großeinsatzes.

05.07.2026

Polizei und Stadt zogen eine Bilanz des Großeinsatzes im Umfeld des AfD-ParteitagsMartin Schutt/dpa

Polizei und Stadt zogen eine Bilanz des Großeinsatzes im Umfeld des AfD-ParteitagsMartin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Nach Einschätzung von Thüringens Polizeipräsident Thomas Quittenbaum ist das Einsatzkonzept während des AfD-Bundesparteitags und großer Protestkundgebungen in Erfurt „zu 100 Prozent aufgegangen“. Er sei froh über den weitgehend friedlichen Verlauf, sagte Quittenbaum nach Abschluss des Einsatzes am Sonntag in Erfurt. Die Demonstranten, allein 15.000 bei einer Kundgebung vor dem Tagungsort der AfD, hätten ihre Meinungsfreiheit in Hörweite ausüben können. 

Insgesamt hätten sich 31.000 Menschen an Kundgebungen, Demonstrationen und Sitzblockaden beteiligten. Angesichts dieser Größenordnung habe es vergleichsweise geringe Eingriffe der Polizei gegeben - vor allem, um Not- und Rettungswege freizuhalten. „Es gab kleine Scharmützel, die wir alle prüfen.“ Quittenbaum verteidigte das Großaufgebot der Polizei mit einigen Tausend Beamten und Unterstützung aller Bundesländer. 

Thüringen habe sich an Polizeieinsätzen bei AfD-Treffen in Gießen und Riesa orientiert. Es habe vorab Gewaltaufrufe im Internet gegeben. Es sei der Eindruck in den sozialen Medien entstanden, eine „Schlacht um Erfurt“ stehe bevor, sagte Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU). Mit dem friedlichen Ablauf der Proteste habe die Thüringer Landeshauptstadt „ein Zeichen für eine lebendige Demokratie gegeben“ und sich weltoffen präsentiert, so der Kommunalpolitiker.