Fünf Festnahmen in Nordhessen nach Schüssen in Gießen
Blutige Auseinandersetzung in Gießen: Zwei Männer werden schwer verletzt, die Täter flüchten zunächst. Später rücken Spezialeinsatzkräfte in Bad Wildungen an und nehmen fünf Männer fest.
Die Polizei ist in Gießen im Einsatz. (Symbolbild)Lino Mirgeler/dpa
© Lino Mirgeler/dpa
Nach Schüssen in Gießen mit zwei Schwerverletzten haben Spezialeinsatzkräfte der hessischen Polizei fünf Männer in einem Haus im nordhessischen Bad Wildungen festgenommen. Dabei sei auch eine Schusswaffe sichergestellt worden, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft Gießen mit.
Zuvor waren am späten Sonntagabend während einer Auseinandersetzung am Lindenplatz in der Gießener Innenstadt zwei Männer im Alter von 20 und 24 Jahren durch die Schüsse schwer verletzt worden. Rettungskräfte hatten sie ins Krankenhaus gebracht, wo sie weiter behandelt werden. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdeliktes sowie der gefährlichen Körperverletzung.
„Schneller Fahndungserfolg“
Die Angreifer waren zunächst geflüchtet. Die umfangreichen Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen hätten zu einem schnellen Fahndungserfolg geführt, hieß es. Die fünf Beschuldigten seien im Polizeigewahrsam, es werde geprüft, ob sie im Verlauf des morgigen Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.
Unter den Festgenommenen seien auch die Tatverdächtigen, die vermutlich die Schüsse auf die beiden Männer abgegeben hätten. Der 20-Jährige habe bei dem Angriff eine Schussverletzung am Kopf erlitten, das andere Tatopfer im Alter von 24 Jahren sei durch einen Schuss am Bein schwer verletzt worden. Beide Männer sollen außer Lebensgefahr sein.
Hintergründe der Tat noch unklar
„Nach derzeitigem Ermittlungsstand kennt sich zumindest ein Teil der Personen untereinander“, erklärten die Ermittler, nannten aber keine weiteren Details. Die genauen Hintergründe der Tat und die jeweilige Tatbeteiligung seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Mit weiteren Informationen sei erst an diesem Dienstagnachmittag zu rechnen.
Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall oder den Hintergründen machen können, waren gebeten worden, sich an die Kriminalpolizei Gießen zu wenden, in dringenden Fällen auch an den Notruf 110.