Polizei geht nach Unfall an Fahrgeschäft von Unglück aus
An einem Fahrgeschäft auf dem Cannstatter Wasen löst sich eine Bodenplatte und verletzt mehrere Menschen. Welche Ursache die Polizei sieht - und wie sicher die Fahrgeschäfte auf dem Wasen sind.
Auf dem Cannstatter Wasen gibt es neben Bierzelten auch zahlreiche Fahrgeschäfte. (Symbolbild)Marijan Murat/dpa
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Nachdem auf dem Cannstatter Volksfest am Wochenende mehrere Menschen an einem Fahrgeschäft verletzt worden sind, vermutet die Polizei einen Unglücksfall. Man gehe davon aus, dass es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände gehandelt habe, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen zur Ursache dauerten aber noch an.
Am Samstagabend hatte sich beim Fahrgeschäft „Breakdance“ beim Anfahren eine Bodenplatte aus Metall gelöst. Dabei wurden laut Polizei vier Menschen leicht verletzt, eine Person sei mit dem Verdacht eines Oberschenkelbruchs in ein Krankenhaus gebracht worden. Ob sich der Verdacht bestätigt habe, sei bislang nicht klar, so der Polizeisprecher.
Die Betreiberin des Fahrgeschäfts hatte der „Stuttgarter Zeitung“ gesagt, es habe zu keinem Zeitpunkt einen technischen Mangel an der Anlage gegeben, vielmehr sei der Verdacht Fremdeinwirkung. Die Polizei hält das eher für unwahrscheinlich. „Es gibt keine Hinweise dazu“, so der Sprecher.
Unfälle laut Polizei eher selten
Das Fahrgeschäft ist laut Polizei wieder regulär in Betrieb und sei direkt nach dem Vorfall von einem technischen Sachverständigen geprüft worden. Unfälle an Fahrgeschäften sind laut Polizei auf dem Wasen eher selten. In diesem Jahr sei ihm kein weiterer Vorfall bekannt, sagte der Polizeisprecher. Der Sicherheitsstandard auf dem Volksfest sei sehr hoch.
Der Cannstatter Wasen ist nach dem Münchner Oktoberfest das zweitgrößte Volksfest der Welt. In München hatte es in diesem Jahr zwei schwere Unfälle gegeben: An einem Freefall-Tower war ein Sicherheitsmitarbeiter unter einer Gondel eingeklemmt worden und später im Krankenhaus gestorben. An einer Schiffschaukel war ein Mitarbeiter von einer Schaukel des Fahrgeschäfts getroffen worden und musste reanimiert werden.