dpa

Polizei beschlagnahmt neun Schusswaffen bei Durchsuchungen

Bei einer großangelegten Aktion in Berlin und Hamburg gehen die Ermittler gegen Schusswaffenkriminalität vor. Neben Waffen werden dabei auch Bargeld und Munition gefunden.

30.07.2026

An den Maßnahmen waren 240 Einsatzkräfte beteiligt. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

An den Maßnahmen waren 240 Einsatzkräfte beteiligt. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Wegen des Verdachts des Waffenhandels hat die Polizei bei Durchsuchungen in Berlin und Hamburg neun Schusswaffen sichergestellt. Die Polizei sicherte bei der Aktion am Dienstag zudem eine erhebliche Menge Munition, Bargeld im sechsstelligen Bereich und weitere Beweise, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Zwölf Objekte wurden demnach durchsucht, 240 Einsatzkräfte waren beteiligt. Festnahmen gab es keine.

Die Durchsuchungen richteten sich gegen sechs Männer im Alter von 40 bis 66 Jahren. In Berlin wurden unter anderem mehrere Geschäftsräume durchsucht. Dabei wurden sechs scharfe Schusswaffen, etwa 120.000 Euro Bargeld, Goldbarren und Munition beschlagnahmt. Dazu fanden die Beamten rund 1.700 Kilogramm mutmaßlich unversteuerten Wasserpfeifentabak und einen Taser.

Bei den Durchsuchungen in Hamburg wurden unter anderem drei scharfe Schusswaffen, rund 1.000 Patronen und 6.000 Euro Bargeld sichergestellt. Zwei der Schusswaffen befanden sich im legalen Besitz und wurden zur Prüfung möglicher waffenrechtlicher Maßnahmen beschlagnahmt. Bei der dritten Waffe handelte es sich um eine nicht registrierte scharfe Schusswaffe.

Die Maßnahmen erfolgten im Auftrag der bei der Staatsanwaltschaft Berlin eingerichteten EG Telum. Am Einsatz waren Ermittler der BAO Ferrum beteiligt. Seit längerem macht Gewaltkriminalität mit Schusswaffen der Polizei Sorgen. Das LKA hatte im November 2025 die Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) ins Leben gerufen. Auch die Staatsanwaltschaft setzte eine spezielle Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) ein.