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Polizei: Zu viele Bewerber mit schlechten Deutschkenntnissen

Viele Bewerber bei der Berliner Polizei scheitern an den Deutschtests. Es gebe ein Problem mit den Bildungsniveaus, mit denen junge Menschen aus der Schule kämen, sagt die Polizeipräsidentin.

26.01.2026

Iris Spranger (links), Berliner Senatorin für Inneres und Sport, und Barbara Slowik Meisel, die Berliner Polizeipräsidentin. (Archivbild)Bernd von Jutrczenka/dpa

Iris Spranger (links), Berliner Senatorin für Inneres und Sport, und Barbara Slowik Meisel, die Berliner Polizeipräsidentin. (Archivbild)Bernd von Jutrczenka/dpa

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Berliner Polizei hat größere Probleme bei der Suche nach genug Nachwuchs - und leidet dabei besonders unter den schlechten Deutschkenntnissen der Bewerber. „Wir haben ein ganz erhebliches Problem der Deutschkenntnisse, ganz unabhängig von Nationalitäten“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Das sei auch ein Problem anderer Arbeitgeber in Berlin. 

„Ich will kein Schulbashing betreiben, aber es gibt ein Problem der Bildungsniveaus, mit denen die jungen Menschen aus den Schulen kommen“, sagte Slowik Meisel weiter. Viele Bewerber würden schon bei den schriftlichen Computertests durchfallen und das liege zu 80 Prozent an „mangelnden Deutschkenntnissen“. 

Anforderungen keineswegs zu hoch

Die Anforderungen seien aber keineswegs zu hoch und ließen sich auch nicht senken, betonte sie. „Sonst sehen wir einfach höhere Abbruchquoten.“ Diese seien bei der Berliner Polizei bisher in Relation zu anderen Polizeibehörden und anderen Berufen etwas niedriger. Die Berliner Polizei biete daher eigene und freiwillige Nachhilfekurse für die Bewerber im Fach Deutsch an und hoffe so auf eine Besserung. 

Das Thema macht der Polizei schon seit vielen Jahren zu schaffen. Früher war neben dem schriftlichen Deutschtest auch der praktische Sporttest immer ein Hindernis für einen Teil der Bewerber. 

Von den jährlich 1.224 Plätzen in der Ausbildung des Nachwuchses für die Polizei wurden im vergangenen Jahr nur 936 Plätze besetzt, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte. Zugleich werbe die Polizei mit allen Möglichkeiten und auf allen Kanälen um Nachwuchs. Aber es gebe große Konkurrenz beim Kampf um junge Auszubildende, gerade in Berlin mit den Bundesbehörden und der Bundespolizei.