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Polizei: Mögliche Sichtungen der vermissten Inga gemeldet

Zuletzt wurde die damals fünf Jahre alte Inga Gehricke auf einem Spielzeugpferd gesehen. Seitdem fehlt jede Spur. Kann der Fall nach Jahren ergebnisloser Ermittlungen doch noch aufgeklärt werden?

30.07.2026

Immer wieder wurden Waldstücke in Stendal durchsucht. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Immer wieder wurden Waldstücke in Stendal durchsucht. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Im Fall um das Verschwinden von Inga Gehricke aus Schönebeck vor elf Jahren sind nach einer TV-Ausstrahlung laut Polizei neue Hinweise, aber auch Ideen für neue Ermittlungsansätze eingegangen. Zusätzlich zu einer mittleren zweistelligen Zahl an Hinweisen, die Mittwochabend im Fernsehstudio eingingen, seien direkt bei der Ermittlungsgruppe in Halle inzwischen rund 30 Hinweise eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Größtenteils seien es mutmaßliche Sichtungen des Mädchens gewesen. 

Inga wird mittlerweile seit elf Jahren vermisst. Das damals fünf Jahre alte Mädchen war am 2. Mai 2015 mit seiner Familie zu Besuch auf dem Wilhelmshof im Landkreis Stendal im Norden von Sachsen-Anhalt. Dort lebten Freunde der Familie Gehricke. 

Bei der Vorbereitung eines Grillfestes wurde sie gegen 18.40 Uhr das letzte Mal gesehen - laut Polizei auf einem Spielzeugpferd, das unweit eines Fußballplatzes und dem Grillplatz stand. Der Fall wurde am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ vorgestellt.

Polizei hofft auf jede Art von Wahrnehmung rund um den Fall

Neben Hinweisen zu dem Fall hätten die Beamten auch Ideen zu verschiedenen Ermittlungsmethoden oder Orten erreicht, an denen nach dem Kind gesucht werden sollte. „Die Ermittlungsgruppe prüft und bewertet nun die Hinweise“, so die Sprecherin. 

Unter den Menschen, die sich gemeldet haben, seien auch Personen gewesen, die erstmals ihre Wahrnehmung mitgeteilt haben. Besonders sie sollten durch die Vorstellung des Falls in der ZDF-Sendung angesprochen werden. „Insbesondere Personen, die sich bislang scheuten ihre Wahrnehmungen der Polizei mitzuteilen oder dem keine Bedeutung beimaßen, sind weiterhin aufgerufen sich zu melden“, betonte die Sprecherin. 

Hinweise aus der Bevölkerung werden unter 0345/224-1291 oder cold-case-wald@polizei.sachsen-anhalt.de entgegengenommen. Eine Ermittlergruppe der Polizeiinspektion in Halle beschäftigt sich seit Frühjahr 2023 mit dem Fall Inga. Zuvor war die Polizei in Stendal zuständig. Der Fall wird als sogenannter Cold Case geführt. Das sind Fälle, in denen die Ermittlungen auch nach einigen Jahren noch erfolglos sind.