Politisch motivierte Straftaten im Südwesten stark gestiegen
Die Zahl politisch motivierter Straftaten im Südwesten ist innerhalb weniger Jahre deutlich gestiegen. Was hinter den Fällen steckt und welche Straftaten am häufigsten vorkamen.
Im vergangenen Jahr registrierte das LKA fast doppelt so viele Fälle politisch motivierter Kriminalität wie noch im Jahr 2022. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Die Zahl der Fälle politisch motivierter Kriminalität in Baden-Württemberg ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen – im Vergleich zu 2022 hat sie sich vergangenes Jahr fast verdoppelt. 2025 wurden 2.601 Fälle registriert, 2024 waren es 2.583, 2023 1.861 und 2022 1.422 Fälle, wie aus Zahlen des Landeskriminalamtes hervorgeht. Zuvor hatte der SWR berichtet.
Mit 1.523 gingen die meisten Fälle im vergangenen Jahr auf das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zurück. Darauf folgen der Strafbestand der Volksverhetzung mit 365 Fällen, Sachbeschädigungen mit 239 und Beleidigungen mit 186 Fällen.
Auch die Anzahl der Fälle politisch motivierter Gewaltkriminalität nahm den Angaben zufolge in den letzten Jahren zu. So gab es in diesem Bereich im vergangenen Jahr 104 Fälle, davor waren es 56, im Jahr 2023 waren es 52 und 2022 36 Fälle. In allen vier Jahren gingen die meisten Fälle auf Körperverletzung zurück – zum Teil gefährliche. 2025 wurden 69 Fälle von Körperverletzung gezählt, bei schwerer Körperverletzung waren es 22 Fälle.