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„Polarstern“ zurück in Bremerhaven

Nach einem halben Jahr kehrt Deutschlands wichtigstes Forschungsschiff aus der Antarktis zurück. Im Gepäck hat es nicht nur wissenschaftliche Daten.

15.05.2026

Die „Polarstern“ ist wieder in ihrem Heimathafen Bremerhaven.Jörn Hüneke/dpa

Die „Polarstern“ ist wieder in ihrem Heimathafen Bremerhaven.Jörn Hüneke/dpa

© Jörn Hüneke/dpa

Das Forschungsschiff „Polarstern“ ist zurück in Bremerhaven. Nach einer 183-Tage-Expedition in die Antarktis kehrte Deutschlands wichtigstes Forschungsschiff in seinen Heimathafen zurück, wie das Bundesforschungsministerium mitteilte. Auf ihrer Reise sammelte die Crew nicht nur Forschungsergebnisse zum Rückgang des Meereises und antarktischen Ökosystemen, sondern entdeckte auch eine bisher nicht kartografierte Insel im Weddellmeer.

„Nach einem halben Jahr kommt sie heute mit bedeutenden Ergebnissen für die Wissenschaft zurück“, sagte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) über das Schiff. „Sie führt uns vor Augen, dass auch das Meereis der Antarktis vom Klimawandel betroffen ist.“

Polarstern hat Verständnis über die Antarktis geändert

„Gerade unser Verständnis der Antarktis hat sich durch die von „Polarstern“ ermöglichte Datengewinnung erheblich gewandelt“, sagte Hajo Eicken, wissenschaftlicher Direktor des Alfred-Wegener-Instituts, das die „Polarstern“ betreibt. „Die Wechselwirkungen des Eisschildes mit dem Ozean und die vom Meereis bestimmten Ökosysteme erscheinen nun wesentlich dynamischer und variabler als das bei Indienststellung des Schiffs der Fall war.“

Der Forschungseisbrecher ist seit mehr als 43 Jahren unterwegs, hat seitdem mehr als 150 Expeditionen absolviert und fast zwei Millionen Seemeilen zurückgelegt. 2030 soll der Nachfolger, die „Polarstern II“, in Dienst gestellt werden.