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Pistorius: Truppe ist weiter als viele denken

Der Verteidigungsminister betont, dass die Bundeswehr bereits jetzt stark in neue Technologien investiert. Kritik an der Beschaffungspolitik weist er zurück.

14.09.2026

Denkt über die Zukunft der Truppe nach: Verteidigungsminister Pistorius.Sebastian Gollnow/dpa

Denkt über die Zukunft der Truppe nach: Verteidigungsminister Pistorius.Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Verteidigungsminister Boris Pistorius weist Vorwürfe zurück, bei der Modernisierung der Bundeswehr werde zu viel Geld in veraltete Waffentechnik gesteckt. „Wir sind in der Bundeswehr längst weiter, als da draußen so mancher meint“, sagte der SPD-Politiker beim Besuch eines Berliner Campus für Firmen aus den Bereichen Verteidigung und Sicherheitstechnologie. Die Truppe gebe inzwischen etwa die Hälfte ihrer Mittel aus für neue Technologien und durch neue Technologien gestützte Systeme. Nur etwa die Hälfte fließe für das vermeintliche „Altmetall“, wie etwa Panzer und Schiffe von manchen Kritikern genannt würden. 

Pistorius sagte, er sei daher sehr, sehr interessiert an Begegnungen mit neuen Start-ups und mit Ablegern etablierter Unternehmen, um neue Ideen kennenzulernen. Deutschland brauche mehr Unabhängigkeit von Rivalen außerhalb Europas im digitalen Bereich, im IT-Bereich sowie im KI-Bereich und im Chemiebereich.

Mitte des Monats hatte das Kieler Institut für Weltwirtschaft der Bundeswehr vorgeworfen, falsche Schwerpunkte bei der Aufrüstung zu setzen. Statt in Panzer, Schiffe und Soldaten müsse mehr Geld in Drohnen, KI und Robotik fließen, forderte Präsident Moritz Schularick. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte Schularick, statt die 700 Milliarden Euro, die bis 2030 für die Modernisierung der Bundeswehr zur Verfügung stünden, gezielt in Waffensysteme der Zukunft zu investieren, gebe Pistorius einen Großteil des Geldes weiter für Panzer, Fregatten und andere veraltete Technologien aus.