„Ping-Pong-Tor“ raubt Heidenheim den ersehnten Sieg
Der 1. FC Heidenheim zeigt im Abstiegskampf Moral, bleibt aber sieglos. Kapitän Mainka bilanziert: „Zu wenig zum Leben, zum Sterben zu viel.“
Wieder kein Sieg: Für Frank Schmidt und der 1. FC Heidenheim rückt der Abstieg immer näher. David Inderlied/dpa
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Heidenheims Trainer Frank Schmidt haderte nach dem 2:2 bei Borussia Mönchengladbach mit dem Schicksal eines Schlusslichts. Mit „5 km/h gefühlt“ sei der Ball zum Ausgleich über die Linie gegangen, schilderte der Coach. „Das passt zu uns als Tabellenletzter.“ Wieder habe sich sein Team für ein gutes Auswärtsspiel nicht belohnt.
Mainkas Fazit: „Zu wenig zum Leben, zum Sterben zu viel“
So dürfte auch ein Novum in diesem Jahr und ein außergewöhnlich seltenes Tor den 1. FC Heidenheim wohl nicht mehr vor der Rückkehr in die Zweitklassigkeit bewahren. Zwar punktete der Ostalb-Club 2026 erstmals zweimal nacheinander.
Doch angesichts der so gut wie aussichtslosen Situation im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hätte nur ein Sieg ein klein wenig Hoffnung schüren können. „Zu wenig zum Leben, zum Sterben zu viel“, resümierte Kapitän Patrick Mainka.
Die Heidenheimer mit Kapitän Patrick Mainka (r) zeigten in Gladbach Moral. David Inderlied/dpa
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Eine zwischenzeitliche 2:1-Führung hatten die Gäste nicht über die Zeit gebracht. „Wir haben alles gegeben. Es ist so bitter für uns, wie wir die Tore fangen. Das sollte in der Bundesliga nicht passieren“, bilanzierte Schmidt.
„Ping-Pong-Tor“ verhindert ersehntes Erfolgserlebnis
Verteidiger Mainka hatte nach dem 0:1 des erst 17-jährigen Wael Mohya (16. Minute) mit dem Kopf ausgeglichen (26.). Beim Rückstand war der Ball nach Defensivfehlern vom Arm des FCH-Keepers Diant Ramaj ins Tor gekullert.
Mainkas Defensivkollege Marnon Busch brachte die Heidenheimer mit seinem ersten Bundesliga-Treffer seit mehr als elf Jahren sehenswert in Führung (64.). Doch den Schlusspunkt setzte Gladbachs Frank Honorat nach einem Durcheinander im Heidenheimer Strafraum mit einem abgefälschten Tor (74.). „Am Ende kriegen wir wieder so ein Ping-Pong-Tor, wir ziehen es irgendwie an“, resümierte Busch.
Der kommende Gegner weckt hoffnungsvolle Erinnerungen
15 Bundesliga-Partien hält die Sieglos-Serie der Heidenheimer an. Vor Heimpublikum steht am kommenden Samstag gegen den 1. FC Union eine von nur noch sechs verbleibenden Chancen auf ein Erfolgserlebnis an. In der Hinrunde hatte der FCH in Berlin gewonnen (2:1).
„Es ist extrem ärgerlich, weil ich glaube, mit drei Punkten, auch wenn viele uns wahrscheinlich schon abgeschrieben haben, wäre es mit Sicherheit noch mal interessant geworden“, sagte Mittelfeldspieler Niklas Dorsch am Samstag. Vor der Länderspielpause hatte sich der Außenseiter beim 3:3 gegen Bayer Leverkusen ein Remis erkämpft.