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Pflegerin durchschaut Schockanruf – Mann gefasst

Eine Seniorin soll 250.000 Euro für ihre angeblich inhaftierte Tochter zahlen. Doch ihre Pflegefachkraft erkennt den Betrugsversuch – und spielt erstmal mit.

03.09.2026

Der Mann flüchtete, wurde jedoch eingeholt und festgenommen. (Symbolbild)Lino Mirgeler/dpa

Der Mann flüchtete, wurde jedoch eingeholt und festgenommen. (Symbolbild)Lino Mirgeler/dpa

© Lino Mirgeler/dpa

Eine aufmerksame Pflegerin hat in Hannover einen Schockanruf durchschaut und damit zur Festnahme eines mutmaßlichen Geldabholers beigetragen. Der 20-Jährige wurde nach einer kurzen Flucht in der Südstadt gefasst, wie die Polizei mitteilte.

Zuvor hatte sich ein unbekannter Anrufer bei einer 86-Jährigen als Polizist ausgegeben. Er behauptete, ihre Tochter habe eine schwangere Frau überfahren und müsse für ihre Freilassung eine Kaution zahlen. Die bei der Seniorin anwesende 55 Jahre alte Pflegefachkraft erkannte die Betrugsmasche, übernahm das Gespräch und gab sich als die 86-Jährige aus.

250.000 Euro Bargeld verlangt

Die Täter riefen den Angaben zufolge mehrmals an und traten unter anderem als Polizisten, Staatsanwälte und Psychologen auf. Schließlich verlangten sie 250.000 Euro Bargeld. Zwischen den Gesprächen alarmierte die Pflegerin unbemerkt die Polizei.

Einsatzkräfte überwachten daraufhin das Wohnhaus an der Hildesheimer Straße. Als der 20-Jährige dort nach Angaben der Polizei eine Tasche mit Geld und Wertgegenständen abholen wollte, griffen die Beamten ein. Der Mann flüchtete in Richtung Döhren, wurde jedoch eingeholt und festgenommen.

Ermittlungen wegen versuchten gewerbsmäßigen Betrugs

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige als Abholer eingesetzt wurde. Nach möglichen weiteren Beteiligten, die den Betrugsversuch organisiert und gesteuert haben könnten, wird gesucht. Der Zentrale Kriminaldienst ermittelt wegen versuchten gewerbsmäßigen Betrugs.