Pflegeheim kostet fast 300 Euro mehr als vor einem Jahr
Die Kosten für einen Pflegeheimplatz steigen weiter. Trotz der bundesweit niedrigsten Eigenanteile in Sachsen-Anhalt müssen Pflegebedürftige deutlich mehr zahlen als vor einem Jahr.
Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim sind auch in Sachsen-Anhalt weiter gestiegen. (Symbolbild) Marijan Murat/dpa
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Pflegebedürftige und ihre Angehörigen müssen in Sachsen-Anhalt tiefer in die Tasche greifen, wenn ein Platz im Pflegeheim benötigt wird. Nach einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) liegt die monatliche Eigenbeteiligung im ersten Jahr eines Heimaufenthalts seit dem 1. Juli bei durchschnittlich 2.891 Euro. Das sind 296 Euro mehr als ein Jahr zuvor.
Sachsen-Anhalt bleibt bundesweit am günstigsten
Trotz des Anstiegs bleibt Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich das günstigste Bundesland. Im Durchschnitt zahlen Pflegebedürftige bundesweit im ersten Jahr eines Heimaufenthalts 3.364 Euro pro Monat selbst. Am teuersten ist die stationäre Pflege in Bremen mit 3.761 Euro monatlich.
Höhere Personalkosten treiben Eigenanteile
Die Eigenbeteiligung setzt sich aus den pflegebedingten Kosten, den Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung sowie den Investitionskosten der Einrichtungen zusammen. Nach Angaben des vdek sind vor allem die pflegebedingten Aufwendungen gestiegen. Als Grund nennt der Verband unter anderem höhere Personalkosten infolge besserer Bezahlung von Pflegekräften.
Zuschüsse entlasten bei längerem Heimaufenthalt
Mit längerer Aufenthaltsdauer sinkt die Eigenbeteiligung, weil die Pflegekassen einen wachsenden Zuschuss zu den pflegebedingten Kosten zahlen. In Sachsen-Anhalt beträgt die monatliche Eigenbeteiligung im zweiten Jahr eines Heimaufenthalts im Schnitt 2.592 Euro, im dritten Jahr 2.194 Euro und ab dem vierten Jahr 1.695 Euro.