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49-Jähriger greift eigene Familie tödlich an – Motiv unklar

Ein Mann soll seine Partnerin tödlich und die gemeinsame Tochter lebensgefährlich verletzt haben. Die genauen Hintergründe der Tat sind weiter Gegenstand der Ermittlungen.

23.03.2026

Bestatter verließen mit einem Sarg das Haus.Moritz Frankenberg/dpa

Bestatter verließen mit einem Sarg das Haus.Moritz Frankenberg/dpa

© Moritz Frankenberg/dpa

Ermittler in weißen Anzügen und mit blauen Handschuhen, ein lila-weiß blühender Magnolienbaum vor der Haustür, rot-weißes Flatterband um den Tatort, im Garten des Hauses stehen verlassen eine Schaukel und ein Bobbycar: Nach dem tödlichen Angriff auf eine 38 Jahre alte Frau in Barsinghausen in der Region Hannover ist das Motiv des dringend tatverdächtigen Partners der Toten weiter unklar.

Bestatter trugen Sarg aus dem Haus

Die Spurensicherung dauerte auch viele Stunden nach der Tat noch an. Ermittler in weißen Schutzanzügen arbeiteten in dem Einfamilienhaus und im Garten, teils auch mit 3D-Scannern zur Dokumentation des Tatorts. Der Bereich war weiträumig mit Flatterband abgesperrt. Am Vormittag trugen in schwarz gekleidete Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens einen hellen Sarg aus dem Haus.

Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei arbeiteten vor dem Tatort: ein Einfamilienhaus in der Region Hannover.Moritz Frankenberg/dpa

Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei arbeiteten vor dem Tatort: ein Einfamilienhaus in der Region Hannover.Moritz Frankenberg/dpa

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Die Frau war in der Nacht zu Montag so schwer verletzt worden, dass sie trotz Reanimationsversuchen starb. Die gemeinsame Tochter von mutmaßlichem Täter und Todesopfer wurde lebensgefährlich verletzt und befindet sich nach Angaben der Polizei weiterhin in diesem Zustand. Neue Informationen zum Gesundheitszustand der 13-Jährigen gebe es bislang nicht, sagte ein Sprecher.

Fünf Kinder befanden sich zur Tatzeit im Haus

Dringend tatverdächtig ist der 49 Jahre alte Partner der Frau. Einsatzkräfte nahmen ihn noch vor dem Haus widerstandslos fest. Der Mann wird laut Polizei wegen leichter Verletzungen medizinisch behandelt. Eine Vorführung vor einen Haftrichter ist nach Angaben eines Sprechers für Dienstag geplant.

In dem Haus befanden sich zur Tatzeit insgesamt fünf Kinder im Alter von 15, 13, 10, 6 und 2 Jahren. Der 15-Jährige hatte gegen 2.10 Uhr den Notruf abgesetzt und die Polizei alarmiert. Neben der lebensgefährlich verletzten 13-Jährigen blieben die anderen vier Kinder körperlich unversehrt. Sie werden inzwischen vom Jugendamt betreut und erhalten Unterstützung.

Noch viele Fragezeichen in dem Fall

Viele zentrale Fragen sind weiterhin offen und Gegenstand der Ermittlungen. So machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben dazu, wie die Frau und das Mädchen verletzt wurden. Details dazu würden derzeit bewusst nicht veröffentlicht, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Ein 49-jähriger Mann soll seine 38-jährige Partnerin in Barsinghausen tödlich und die gemeinsame 13-jährige Tochter lebensgefährlich verletzt haben. Vier weitere Kinder befanden sich zum Zeitpunkt der Tat in der Wohnung.Moritz Frankenberg/dpa

Ein 49-jähriger Mann soll seine 38-jährige Partnerin in Barsinghausen tödlich und die gemeinsame 13-jährige Tochter lebensgefährlich verletzt haben. Vier weitere Kinder befanden sich zum Zeitpunkt der Tat in der Wohnung.Moritz Frankenberg/dpa

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Unklar ist auch das Motiv der Tat. Die Ermittler bestätigten, dass zwischen dem Tatverdächtigen und dem Opfer eine Partnerschaft bestanden habe. Ob die beiden verheiratet waren, blieb zunächst unklar.

Spurensicherung und weitere Ermittlungen dauern an

Auch zu einem möglichen Tatablauf liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Polizei wertet Spuren und Zeugenaussagen aus, darunter auch die Angaben des 15-jährigen Sohnes, der den Notruf abgesetzt hatte. Der Zentrale Kriminaldienst Hannover ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Die Spurensicherung und die weiteren Ermittlungen dauern an.