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Otto will bis 2028 auf zehn Milliarden Euro Umsatz wachsen

Mehr Artikel, neue Märkte und ein ehrgeiziges Umsatzziel: Wie Otto bis 2028 weiter wachsen und dabei Kosten senken will.

25.03.2026

Der Hamburger Online-Händler Otto will den Umsatz auf seiner Plattform bis 2028 auf zehn Milliarden Euro steigern. (Symbolbild)Christian Charisius/dpa

Der Hamburger Online-Händler Otto will den Umsatz auf seiner Plattform bis 2028 auf zehn Milliarden Euro steigern. (Symbolbild)Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

Der Hamburger Online-Händler Otto peilt bis zum Geschäftsjahr 2028 einen Umsatz von zehn Milliarden Euro an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte er rund 7,5 Milliarden Euro – rund sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte. Die Zahl der Kundinnen und Kunden sei um vier Prozent auf 12,6 Millionen Menschen gestiegen. Otto bietet mit seinen rund 6.100 Partnern auf der Plattform nach eigenen Angaben inzwischen rund 19 Millionen Artikel von rund 40.000 Marken.

Weitere Artikel und internationale Anbieter auf der Plattform

Und das Angebot soll weiter wachsen. Zuletzt habe der größte deutsche Onlineshop unter anderem haltbare Lebensmittel, Tiernahrung, Kosmetik und Erlebnisgutscheine in sein Angebot aufgenommen. Noch im Frühjahr sollen Bücher hinzukommen. Gleichzeitig sollen internationale Anbieter auf die Plattform geholt werden – in diesem Jahr aus den Niederlanden, Polen, Österreich, Frankreich und Spanien. Anfang 2027 soll Dänemark folgen.

Trotz des Umsatzwachstums bleibt die Unternehmensführung bei ihrem bereits veröffentlichten Plan, in Hamburg 460 Vollzeitstellen abzubauen. Dadurch sollen die jährlichen Kosten bis zum Geschäftsjahr 2027/28 um 110 Millionen Euro auf dann 500 Millionen Euro gesenkt werden. Bundesweit hat Otto den Angaben zufolge derzeit rund 4.900 Beschäftigte und ist Teil der international tätigen Otto Group mit ihren gut 36.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Freiwilligenprogramm mit Betriebsrat verabschiedet

„Die anstehenden Veränderungen werden wir so fair, respektvoll, transparent und sozialverträglich wie möglich gestalten“, sagte der Vorsitzende des Bereichsvorstands Otto, Boris Ewenstein. Es sei bereits gemeinsam mit dem Betriebsrat ein umfangreiches Freiwilligenprogramm verabschiedet worden, das ein Altersteilzeit-Angebot, die Möglichkeit zur einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder einen Wechsel in eine Transfergesellschaft umfasse.