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Özdemir fordert mehr Tempo bei Schutz für Energieanlagen

Ein Brand in Reutlingen, Angriffe in weiteren Bundesländern: Baden-Württembergs Regierungschef Cem Özdemir sieht beim Schutz der Infrastruktur dringenden Handlungsbedarf.

06.09.2026

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir fordert angesichts der jüngsten Angriffe auf mehrere Umspannwerke in Deutschland Tempo beim Schutz der sicherheitsrelevanten Infrastruktur.(Archivbild) Jan Woitas/dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir fordert angesichts der jüngsten Angriffe auf mehrere Umspannwerke in Deutschland Tempo beim Schutz der sicherheitsrelevanten Infrastruktur.(Archivbild) Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Angesichts der jüngsten Angriffe auf Umspannwerke stellt Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir den Schutz der sicherheitsrelevanten Infrastruktur gegen Sabotage infrage und fordert mehr Tempo. Die Länder müssten den Schutz ihrer Energieanlagen deutlich verstärken, sagte der Grünen-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Wir sind verletzlich. Das wissen unsere Gegner“, sagte Özdemir. Angriffe auf besonders empfindliche Punkte könnten darauf abzielen, die Bevölkerung zu verunsichern. 

Der Staat dürfe sich davon nicht lähmen lassen, er müsse die Gefahren aber ernst nehmen. Als mögliche Schutzmaßnahmen nannte der Grünen-Politiker unter anderem Überwachungskameras und zusätzliche Einfriedungen. „All das muss jetzt mit Hochdruck gemacht werden“, sagte er.

„Einigermaßen glimpflich davongekommen“

Özdemir verwies auf den Brand in einem Reutlinger Umspannwerk Anfang Juni. Dadurch war die Stromversorgung von rund 7.600 Haushalten zeitweise unterbrochen. Auch in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen waren zuletzt Umspannwerke Ziel von Angriffen. Zudem hatte es einen Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle gegeben, bei dem ein Angriff nach den bisherigen Angaben nur knapp verhindert wurde.

„Wir sind da zwar einigermaßen glimpflich davongekommen“, sagte Özdemir. „Aber wir sind als Länder gut beraten, das Thema hoch zu priorisieren und möglichst eng zusammenzuarbeiten.“ Die Sicherheitslage habe sich grundlegend verändert. Unabhängig von den Tätergruppen müsse Deutschland auf solche Bedrohungen vorbereitet sein und seine kritische Infrastruktur widerstandsfähiger machen.