dpa

ÖPNV-Warnstreik im Burgenlandkreis kommt nun doch

Ein geplanter Ausstand wurde kurzfristig abgesagt – nun kommt er doch. Für Fahrgäste könnte es noch unangenehmer werden.

19.03.2026

Fahrgäste im Burgenlandkreis müssen sich erneut auf Ausfälle einstellen. (Archivbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Fahrgäste im Burgenlandkreis müssen sich erneut auf Ausfälle einstellen. (Archivbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Nachdem ein geplanter Warnstreik im Burgenlandkreis kurzfristig abgesagt worden war, müssen sich Fahrgäste nun doch auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, soll nun von Dienstag (24. März) bis Freitag (27. März) gestreikt werden.

Gerichtliches Vorgehen als Auslöser

Auslöser ist ein gerichtliches Vorgehen der Personenverkehrsgesellschaft Burgenlandkreis (PVG) gegen den ursprünglichen Streikaufruf. Verdi zog den Ausstand daraufhin zunächst zurück und kündigte nun einen neuen Termin an.

Für Pendler und Schüler bedeutet das: Der Ausstand dürfte stärker in den Alltag eingreifen, da er nicht mehr ein Wochenende einschließt, sondern an vier Werktagen stattfindet.

Gewerkschaft kritisiert Arbeitgeber scharf

Verdi wirft der Arbeitgeberseite vor, den Konflikt verschärft zu haben. „Die Geschäftsführung der PVG Burgenlandkreis hat mit ihrem gerichtlichen Vorgehen das Gegenteil von dem erreicht, was sie offenbar bezweckte“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt. Statt den Druck auf die Beschäftigten zu erhöhen, habe die PVG Burgenlandkreis den Tarifkonflikt eskalieren lassen und den Schaden für die Bevölkerung vergrößert.

Eine Stellungnahme der PVG war zunächst nicht zu erhalten.

Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen im Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem Entlastungen bei Arbeitszeiten und bessere Arbeitsbedingungen.