Obdachlose in Berlin leiden unter Hitze – Hilfe gefragt
Wer keine Wohnung hat und auf der Straße lebt, ist dem Wetter meist ausgeliefert. Im Winter wird die Kälte zur Gefahr - der Sommer ist nicht weniger gefährlich.
Obdachlose Menschen sind am Bahnhof Zoo zu sehen. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa
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Heiße Temperaturen können für Obdachlose lebensgefährlich werden - umso mehr ist die Aufmerksamkeit der Mitmenschen gefragt. Darum bittet Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe angesichts der hohen Temperaturen. „Fehlende Rückzugsorte, mangelnder Zugang zu Trinkwasser und die dauerhafte Belastung durch die Hitze erhöhen das Risiko von Dehydration und Kreislaufproblemen erheblich“, erklärte die SPD-Politikerin.
Kiziltepe bat die Berlinerinnen und Berliner auf Menschen zu achten, die ungeschützt in der Sonne sitzen und hilflos wirken. „Sprechen Sie die Menschen auf Augenhöhe an, fragen Sie, ob Hilfe nötig ist und rufen Sie notfalls einen Krankenwagen“, so die Senatorin.
Die Senatssozialverwaltung unterstützt nach eigenen Angaben Angebote und Projekte im Rahmen der sogenannten Hitzehilfe mit rund 370.000 Euro. Das seien 70.000 Euro mehr als in der Hitzesaison 2025. Bis Ende August gibt es Rückzugsorte, Getränke, Lebensmittel, Duschen oder Beratungen für Bedürftige und Waschmöglichkeiten sowie medizinische Ersthilfe. Zudem sind Teams im gesamten Stadtgebiet unterwegs.
Laut dem Statistischen Bundesamt waren zum Stichtag 31. Januar 2025 bundesweit rund 474 700 Menschen in Notunterkünften untergebracht. Nach den Angaben hat sich die Zahl der Betroffenen damit im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent erhöht (2024: 439 500). Das Bundesamt vermutet einen statistischen Effekt als Hintergrund für den Anstieg. Für Berlin wurden demnach 53.600 wohnungslose Menschen zum Stichtag im Januar 2025 erfasst.
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) bittet um Aufmerksamkeit für obdachlose Menschen. (Archivbild) Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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