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Nur jeder zweite Abiturient bleibt für Studium

Viele Studierende in Deutschland bleiben zum Studium in dem Bundesland, in dem sie ihren Abschluss gemacht haben. In Sachsen-Anhalt sind es knapp weniger als die Hälfte.

06.10.2026

Je vielfältiger das Studienangebot innerhalb eines Bundeslandes sei, desto mehr junge Menschen blieben zum Studieren dort, hieß es von den Statistikern. (Symbolbild)Waltraud Grubitzsch/ZB/dpa

Je vielfältiger das Studienangebot innerhalb eines Bundeslandes sei, desto mehr junge Menschen blieben zum Studieren dort, hieß es von den Statistikern. (Symbolbild)Waltraud Grubitzsch/ZB/dpa

© Waltraud Grubitzsch/ZB/dpa

Nur die Hälfte der Abiturienten und Fachabiturienten Sachsen-Anhalts studieren in ihrem Bundesland. Im vergangenen Wintersemester begannen 49,8 Prozent dieser Studienanfänger ihr Studium an einer Hochschule in Sachsen-Anhalt. Das teilte das Statistische Bundesamt zum Start des neuen Wintersemesters mit.

Sachsen-Anhalt liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt: Bundesweit nahmen 69 Prozent ihr Studium in dem Bundesland auf, in dem sie den Abschluss gemacht hatten, der zum Studieren berechtigt - also meist Abitur oder Fachabitur. 

Weitere Studienanfänger und Studienanfängerinnen aus Sachsen-Anhalt entschieden sich für Sachsen (12,4 Prozent), Thüringen (8,1 Prozent) und Niedersachsen (5,4 Prozent). Auf die übrigen Bundesländer entfielen jeweils weniger als fünf Prozent.

Überwiegend Menschen aus Sachsen-Anhalt an den Universitäten

In Sachsen-Anhalt machten die Studienanfängerinnen und Studienanfänger aus dem Bundesland im Wintersemester 2025/2026 52,8 Prozent der Erstsemester aus. Weitere 14,6 Prozent kamen aus Sachsen zum Studium nach Sachsen-Anhalt und 8,3 Prozent aus Niedersachsen. Auch aus den anderen Bundesländern zog es junge Menschen nach Sachsen-Anhalt, die Zahlen bewegen sich jeweils im Bereich unter fünf Prozent.

Je vielfältiger das Studienangebot innerhalb eines Bundeslandes sei, desto mehr junge Menschen blieben zum Studieren dort, hieß es von den Statistikern. Im bevölkerungsreichen NRW mit seinen vielen Hochschulstandorten sei der Anteil mit 82 Prozent besonders hoch. In Brandenburg lag er dagegen bei nur 33 Prozent. Fast ebenso viele Studienanfänger mit Hochschulreife aus Brandenburg gingen zum Studieren nach Berlin (32 Prozent). Die Auswertung berücksichtigt ausschließlich Studienanfänger, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben.