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Notdach nach tödlichem Klinikbrand in Ludwigslust errichtet

Binnen Stunden nach dem tödlichen Feuer im Ludwigsluster Krankenhaus schützt ein Notdach, bestehend aus einer Plane, die zentralen Bereiche. Heute wird das darunterliegende Gerüst fertiggestellt.

03.07.2026

Der Dachstuhl der Klinik brannte am Donnerstag aus. (Archivbild)Landkreis Ludwigslust-Parchim/dpa

Der Dachstuhl der Klinik brannte am Donnerstag aus. (Archivbild)Landkreis Ludwigslust-Parchim/dpa

© Landkreis Ludwigslust-Parchim/dpa

Ein provisorisches Notdach über dem ausgebrannten Dach des Krankenhauses in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern steht und wird im Verlauf des Tages fertiggestellt. Nur wenige Stunden nach dem Brand wurde eine Plane über das Dach gespannt, sagte eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim der Deutschen Presse-Agentur. Die ersten Arbeiten am Gerüst und Plane seien bereits gegen 16.00 Uhr abgeschlossen worden, heute wird das Notdach fertiggestellt. 

Die Schnelligkeit, mit der das Dach errichtet wird, liege vor allem an dem Zusammenhalt in der Region. Das Notdach sei wichtig, um die Funktionsfähigkeit des zentralen Bereichs wiederherzustellen, beteuerte Landrat Sternberg (SPD) nach dem Brand.

Zwei Menschen sterben bei Flammen in Klinik

Das Feuer war am frühen Donnerstagmorgen um 4.29 Uhr in einem Zimmer der Gefäßchirurgie-Station ausgebrochen. Einer von zwei später Verstorbenen soll dort gelegen haben, der Zweite wohl in einem Nachbarraum. Bei einem der Opfer handelte es sich nach Polizeiangaben um einen 85 Jahre alten Mann. Die Angehörigen seien informiert worden. 

Auch der zweite Tote sei ein Mann gewesen, allerdings zunächst nicht identifiziert worden. Eine weitere Person wurde mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus nach Schwerin gebracht.

Zum Zeitpunkt des Brandes waren etwa 100 Menschen in dem Gebäude - gut 80 Patienten und 20 Mitarbeitende. Die gesamte Einrichtung wurde zunächst evakuiert. Wegen des guten Brandschutzes habe die Feuerwehr nicht betroffene Stationen aber wieder freigeben können. Einige Patienten wurden in eine Partnerklinik nach Hagenow verlegt, weitere könnten folgen.