Noch mal die Eistonne: Per Mertesackers Abschiedsgeschenk
Das Eistonnen-Interview von Per Mertesacker ist schon lange TV-Kult. Bei seinem letzten Einsatz als Experte erlaubt sich das ZDF daher einen Spaß.
Letzter gemeinsamer Auftritt als TV-Experten: Per Mertesacker (l) und Christoph Kramer.Christian Charisius/dpa
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Bei Per Mertesackers Abschied als TV-Experte durfte auch die berühmte Eistonne nicht fehlen. In Erinnerung an den legendären Wutausbruch des früheren Profis bei der WM 2014 brachte ihm sein damaliger Interviewpartner Boris Büchler ein Kunststoff-Fass ins Münchner Fußballstadion. „Das wird einen tollen Platz finden zu Hause. Wenn es mal wieder hitzig wird, dann kann ich auch ganz tief rein“, versprach der künftige DFB-Geschäftsführer Mertesacker am Ende seines letzten Auftritts als ZDF-Fachmann beim Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Serbien.
Sein Eistonnen-Interview von 2014 ist längst zum Fernseh-Kult geworden. Der nach dem mühsamen 2:1-Achtelfinalsieg in der Verlängerung gegen Algerien sichtlich abgekämpfte Mertesacker geriet bei Büchlers eigentlich harmlosen Fragen schnell in Rage. „Was wollen Sie jetzt von mir?“, pampte der damalige DFB-Abwehrhüne und erklärte nach einigen patzigen Antworten: „Ich lege mich jetzt drei Tage in die Eistonne, und dann werden wir das Spiel in Ruhe analysieren.“
Kramer: „Werde dich wirklich vermissen“
Nach dem Ärger von damals hatte Mertesacker nach eigenen Angaben dem ZDF nie wieder ein Interview geben wollen. Das ist längst vergessen. Seit September 2020 trat der 42-Jährige als Experte im Zweiten auf. „Es ist sehr emotional, sechs Jahre jetzt abzuschließen. Es war immer was Besonderes mit euch, nicht nur vor der, auch hinter der Kamera“, sagte Mertesacker im Gespräch mit Moderator Jochen Breyer und seinem Co-Experten Christoph Kramer.
Rio-Weltmeister Kramer beteuerte: „Ich möchte diese Zeit niemals missen, ich werde dich wirklich vermissen.“ Mertesacker wird zum 1. Januar 2027 beim Deutschen Fußball-Bund die Nachfolge des scheidenden Sport-Geschäftsführers Andreas Rettig antreten. Er verantwortet dann die Bereiche Nationalteams und Akademie.